Die Zivilpolizei von São Paulo hat beim Gericht den Zugang zu Coaf-Berichten über die Finanzbewegungen von Karina Ferreira da Gama und ihrem Institut beantragt. Dies geschieht im Rahmen einer Untersuchung zu einem Vertrag über 108 Millionen Reais mit der Stadtverwaltung.
Der Polizeidelegierte Antonio Carlos Manuera Silveira reichte den Antrag beim regionalen Haftrichtergericht des TJ-SP ein. Im Fokus stehen Verdachtsmomente auf Überrechnung und Veruntreuung von Geldern im Rahmen eines im Juni 2024 unterzeichneten Vertrags zur Bereitstellung von WLAN für die Stadtverwaltung von São Paulo.
Die Ermittlungen betreffen das Instituto Conhecer Brasil, das von Karina geleitet wird, der Inhaberin von Go Up Entertainment, der Produktionsfirma des Films „Dark Horse“ über Jair Bolsonaro. Der Bericht erwähnt Überweisungen in Höhe von 61 Millionen Reais durch Daniel Vorcaro von der Banco Master auf Anfrage von Flávio Bolsonaro.
Die Verwaltung von Ricardo Nunes erklärte, bisher keine Unregelmäßigkeiten bei den Dienstleistungen festgestellt zu haben und werde bei einer Bestätigung solcher Vorfälle Maßnahmen ergreifen. Das Pressebüro von Karina reagierte nicht auf eine entsprechende Anfrage.