Die Zivilpolizei von São Paulo führte am Montag (1.) eine Razzia bei der Produktionsfirma des Films Dark Horse durch, der den Werdegang von Jair Bolsonaro thematisiert.
Im Rahmen des Einsatzes wurden Durchsuchungsbeschlüsse bei vier Unternehmen sowie bei der Produktionsfirma Go Up Entertainment, die Karina Gama gehört, vollstreckt. Die Ermittlungen prüfen, ob Gelder aus einem Vertrag über 108 Millionen Reais zwischen der Stadtverwaltung von São Paulo und dem Instituto Conhecer Brasil in die Produktion des Films geflossen sind.
Die Polizei fand Hinweise auf gefälschte Rechnungen und nicht belegte Abrechnungen in Millionenhöhe. Die Stadtverwaltung bestreitet Unregelmäßigkeiten und erklärt, der Vertrag habe den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen.
Senator Flávio Bolsonaro erklärte, die Ermittlungen stünden in keinem Zusammenhang mit dem Film und wies den Vorwurf der Verwendung öffentlicher Mittel zurück. Abgeordnete der PT brachten den Fall mit Flávios Forderungen über 61 Millionen Reais von Daniel Vorcaro in Verbindung.