Das Finanz- und Planungssekretariat von São Paulo hat fünf Steuerprüfer entlassen, die in Unregelmäßigkeiten bei ICMS-Rückerstattungen verwickelt waren und im Rahmen der Operation Ícaro sowie deren Ablegern untersucht wurden. Die Entlassungen resultieren aus Verwaltungsverfahren in Zusammenarbeit mit der MP-SP. Fünf weitere Beamte könnten in Kürze ebenfalls entlassen werden.
Das Sefaz-SP in São Paulo gab am Mittwoch (29.) die Entlassung von fünf Steuerprüfern bekannt, die das Ergebnis von disziplinarischen Verwaltungsverfahren zur Untersuchung unregelmäßiger ICMS-Rückerstattungen sind. Das Ministerium unter der Regierung von Tarcísio de Freitas (Republicanos) arbeitet dabei mit der MP-SP zusammen.
In einer Erklärung betonte Finanzminister Samuel Kinoshita, dass die Regierung darauf abziele, "die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, Kontrollmechanismen zu stärken und die Integrität der Verwaltung sicherzustellen". Insgesamt sind 61 Verfahren anhängig, darunter 11 laufende Disziplinarverfahren und fünf in fortgeschrittenem Stadium, die zu weiteren Entlassungen führen könnten.
Die im August 2025 von der MP-SP eingeleitete Operation Ícaro zielt auf ein Korruptionsschema ab, bei dem über 1 Milliarde R$ an Bestechungsgeldern von großen Einzelhändlern an Prüfer geflossen sein sollen. Der untersuchte Prüfer Artur Gomes da Silva Neto, der Drahtzieher des Schemas, wurde im August 2025 entlassen und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Ableger wie Fisco Paralelo und Mágico de Oz untersuchen weitere Betrugsfälle, bei denen es bereits zu Verhaftungen und zur Beschlagnahmung von 2,4 Millionen R$ kam.
Fast Shop stimmte der Zahlung von 100 Millionen R$ zu, um Sanktionen zu vermeiden. Carrefour hat eine interne Untersuchung eingeleitet und kooperiert mit den Behörden. Casas Bahia gibt an, bisher nicht benachrichtigt worden zu sein. Caoa, Kalunga und Center Castilho reagierten nicht auf Anfragen.