Eine parlamentarische Untersuchungskommission in der Legislativversammlung von São Paulo untersucht Investitionen kommunaler Pensionsfonds in Finanzbriefen der Banco Master, die dem Bankier Daniel Vorcaro gehören, der am Mittwoch (4) wegen Verdachts auf Korruption und Justizbehinderung verhaftet wurde. Die 120-tägige Kommission richtet sich gegen Pyramidenbetrug und Verluste für Städte wie Cajamar und São Roque. Enthüllungen aus Nachrichten auf Vorcaros Handy zeigen Verbindungen zu Amtsträgern aller drei Gewalten.
Die Parlamentarische Untersuchungskommission zu Pyramidenbetrug, eingerichtet in der São Paulo Legislativversammlung (Alesp), wählte am Mittwoch (4) den Abgeordneten Guto Zacarias (União Brasil) zum Präsidenten, Paulo Fiorillo (PT) zum Vizepräsidenten und Leonardo Siqueira (Novo) zum Berichterstatter. Das Ziel ist die Untersuchung fingierter Investitionen, zunächst mit Fokus auf die Operationen der Banco Master. Zacarias hat einen Antrag auf Vorladung Vorcaros gestellt, der am 11. März zur Abstimmung steht. Pensionsinstitute aus mindestens fünf Gemeinden in São Paulo investierten in Papiere der Bank: Cajamar (R$ 87 Millionen), São Roque (R$ 93 Millionen), Araras (R$ 29 Millionen), Santo Antônio de Posse (R$ 7 Millionen) und Santa Rita d’Oeste (R$ 2 Millionen). Fiorillo erklärte: „Es ist essenziell zu verstehen, wie diese Investitionen vorgenommen wurden und ob dahinter eine Absicht steckte, da die Investmentfonds der Banco Master immer als hoch riskant galten“. Vorcaro und sein Schwager Fabiano Zettel wurden in der dritten Phase der Operation Compliance Zero auf Anordnung des STF-Ministers André Mendonça festgenommen, wegen Verdachts auf Korruption, Geldwäsche und Justizbehinderung. Die Bundespolizei wirft Vorcaro vor, eine Miliz geführt zu haben, um Gegner einzuschüchtern. Nachrichten aus seinem Telefon, die der INSS-CPI vorliegen, zeigen Kontakte zu STF-Ministern wie Alexandre de Moraes, Kongressführern wie Hugo Motta und Ciro Nogueira sowie zu Präsident Lula. In einer Notiz beklagte Vorcaro, von der Zentralbank „abgewiesen und gedemütigt“ worden zu sein, und nannte die Deorf „kontaminiert“. Mendonça ordnete die Verlegung Vorcaros in das Bundesgefängnis in Brasília an, auf Antrag der Bundespolizei wegen des Einflusses des Verdächtigen. Die Verteidigung Vorcaros bestreitet Justizbehinderung und betont die Kooperation mit den Behörden. Im Kongress wiederholt Senator Rogério Marinho (PL-RN) den Aufruf zu einer speziellen CPI zur Banco Master, trotz Widerstands der Präsidenten von Abgeordnetenkammer und Senat.