Die Zweite Kammer des STF beginnt mit der Beurteilung der Untersuchungshaft von Daniel Vorcaro, Eigentümer der Banco Master, in einem virtuellen Plenum ab Freitag (13). Dies folgt auf seine Verhaftung am 4. März im Rahmen der Operation Compliance Zero sowie die kürzliche Absage einer Senatsanhörung. Die Bundespolizei hält die fortgesetzte Haft für geeignet, um die Chancen auf Kooperation bei milliardenschweren Betrugsermittlungen zu erhöhen, während seine Verteidigung die Freilassung fordert.
In der neuesten Entwicklung bei den Ermittlungen gegen Daniel Vorcaro und Banco Master beurteilt die Zweite Kammer des Supremo Tribunal Federal (STF) die Untersuchungshaft des Bankiers, der am 4. März 2026 zum zweiten Mal im Rahmen der Operation Compliance Zero verhaftet wurde, die massive Betrügereien im brasilianischen Finanzsystem untersucht. Das virtuelle Plenum unter Leitung des Berichterstatters André Mendonça mit Kassio Nunes Marques, Gilmar Mendes (Präsident) und Luiz Fux – Dias Toffoli hat sich wegen Verbindungen zum Fall recusiert – läuft bis zum 20. März. nnVorcaro, der nach Handy-Daten, die Pläne für einen Überfall auf den Journalisten Lauro Jardim und eine private Miliz »A Turma« enthüllten, ins Bundesgefängnis von Brasília verlegt wurde, unterliegt strengeren Bedingungen als bei seinem früheren Aufenthalt in São Paulo nach der Verhaftung am 17. November 2025 (später von TRF-1 aufgehoben). Das Einsatzteam der Bundespolizei schätzt, dass eine verlängerte Haft die Wahrscheinlichkeit eines Deals erhöht: »Wenn Vorcaro in Haft bleibt, steigen die Chancen, dass er delatiert«, hieß es von Quellen. Seine Verteidigung bestreitet Verhandlungen und führt die belastenden Nachrichten auf frühere »Prahlerei« zurück. nnDie Generalstaatsanwaltschaft (PGR), vertreten durch Paulo Gonet, bezweifelte die Dringlichkeit der Verhaftung, doch Mendonça lehnte eine zusätzliche Analysefrist ab. Die Abstimmungen von Nunes Marques und Mendes werden nächste Woche erwartet. Senator Randolfe Rodrigues (PT-AP), Regierungsfraktionsführer im Kongress, forderte die Beibehaltung der Haft: »Ich bitte die Herren Minister ..., die Entscheidung von Minister André Mendonça zu bestätigen ... Im Rechtsstaat steht niemand über dem Gesetz, nicht einmal Banker.« nnZu den Verbindungen zählt die Investition von 26 Millionen R$ des Schwagers Fabiano Zettel in einen Fonds, der mit dem Resort Tayayá (verknüpft mit den Brüdern von Toffoli) in Verbindung steht, wobei Coaf 99,4 Millionen R$ verdächtiger Transaktionen im Jahr 2022 flagge und es zu Ausfällen in Höhe von 1,4 Milliarden R$ in Geschäften mit der Grupo Fit von Ricardo Magro kam. Dies geschah nach der Absage der Vorcaro-Anhörung durch die Senats-CAE letzte Woche.