STF-Minister Dias Toffoli hat sich aus Gründen des 'foro íntimo' für befangen erklärt und wird nicht am Urteil zur Aufrechterhaltung der Haft des Bankiers Daniel Vorcaro, Eigentümers der Banco Master, teilnehmen. Die Entscheidung fällt inmitten einer virtuellen Sitzung der Zweiten Kammer, die diesen Freitag (13.) beginnt. Zuvor hatte sich Toffoli auch von einem Antrag auf Einsetzung einer CPI zu Betrügereien im Zusammenhang mit der Bank zurückgezogen.
STF-Minister Dias Toffoli hat der Zweiten Kammer des Gerichts mitgeteilt, dass er nicht am Urteil zur Aufrechterhaltung der Haft von Daniel Vorcaro, Eigentümer der Banco Master, teilnehmen wird. Die Ablehnung erfolgte wegen 'foro íntimo', gemäß Artikel 145, § 1, des Zivilprozesskodex, der einem Richter erlaubt, sich ohne Angabe detaillierter Gründe zurückzuziehen. Die virtuelle Sitzung der Zweiten Kammer beginnt diesen Freitag (13.) und wird die Entscheidung des Berichterstatters André Mendonça überprüfen, der letzte Woche die Verhaftung von Vorcaro und zwei weiteren Personen in der dritten Phase der Operation Compliance Zero angeordnet hatte. Toffoli leitete die Entscheidung an die Minister Gilmar Mendes, Präsident der Kammer, und Mendonça weiter. „An diesem Datum habe ich meine Befangenheit aus Gründen des foro íntimo in den Akten des Mandado de Segurança Nr. 40.791/DF, das mir zugeteilt wurde, erklärt. Angesichts der Korrelation zwischen den Angelegenheiten in diesem Fall und denen in Pet Nr. 15.556/DF erkläre ich meine Befangenheit gemäß Artikel 145, § 1, des Zivilprozesskodex aus Gründen des foro íntimo, beginnend mit dieser Ermittlungsphase“, schrieb Toffoli in seinem Beschlus. Am Mittwoch (11.) zuvor hatte sich Toffoli von der Berichterstattung über einen Antrag auf Einrichtung einer CPI in der Abgeordnetenkammer zur Untersuchung mutmaßlicher Finanzbetrügereien zwischen Banco Master und Banco de Brasília (BRB) zurückgezogen. Er war als Berichterstatter gezogen worden, hatte sich aber aus demselben Grund zurückgezogen, woraufhin der Fall an Cristiano Zanin ging. Die Ablehnung folgt auf Toffolis Rückzug von der Berichterstattung in der Hauptsache im Februar inmitten von Druck durch Enthüllungen der Folha de S.Paulo über Verbindungen zwischen dem Minister, dem Resort Tayayá und Vorcaros Bank. Ein Bericht der Bundespolizei zeigte Nachrichten zwischen Vorcaro und seinem Schwager Fabiano Zettel über Zahlungen an die Firma Maridt, an der Toffoli beteiligt ist. In einer gemeinsamen Erklärung verteidigten die anderen Minister die Gültigkeit von Toffolis früheren Handlungen.