Die Bundespolizei übermittelte Dokumente an Minister Flávio Dino vom Obersten Gerichtshof (STF), aus denen hervorgeht, dass das Präsidium der Abgeordnetenkammer die Mitarbeiterin Mariângela Fialek dazu autorisierte, Haushaltsmittel an den ehemaligen Abgeordneten Eduardo Cunha umzuleiten.
Die Unterlagen deuten darauf hin, dass die Dialoge zwischen Cunha und Fialek im Jahr 2025 während der Amtszeit von Hugo Motta als Kammerpräsident stattfanden. Die Bundespolizei erklärt, dass Fialek die Zustimmung des Präsidiums hatte, um diese Umleitungen vorzunehmen, was auf ein hohes Maß an Missständen im sogenannten Geheimhaushalt hindeutet.
Die Ermittlungen führten zu Dinos Entscheidung, 6,15 Millionen R$ aus Cunhas Mitteln zu sperren, die mit mindestens 29 Änderungsanträgen des Gesundheitsausschusses in Verbindung stehen. Die Bundespolizei beschreibt Cunha als eine Privatperson, die ohne institutionelle Befugnis in die Verteilung von Bundesmitteln eingreift.
Cunhas Verteidigung bestreitet Unregelmäßigkeiten und gibt an, dass er seit 2016 kein Mandat mehr innehabe und die Änderungsanträge nicht eingereicht habe. Die Verteidigung von Fialek betont, dass sie auf fachlicher und parteiunabhängiger Basis gehandelt habe.