Generalstaatsanwalt Paulo Gonet hat den von der Verteidigung von Paulo Henrique Costa, dem ehemaligen Präsidenten der Banco de Brasília, eingereichten Vergleichsvorschlag abgelehnt.
Die Stellungnahme wurde am Donnerstagabend (25.06.) an den Richter des Obersten Bundesgerichts, André Mendonça, übermittelt. Gonet beurteilte den Vorschlag als von geringem Nutzen und schwacher Wirksamkeit, da er weder neue Informationen liefere noch eine Rückerstattung von Geldern signalisiere.
Paulo Henrique Costa befindet sich seit dem 16. April im Rahmen der Operation Compliance Zero in Untersuchungshaft. Er wird wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei Transaktionen zwischen der BRB und der Banco Master, die von Daniel Vorcaro kontrolliert wird, untersucht.
Der ehemalige BRB-Präsident soll sechs Immobilien im Wert von 146 Millionen R$ als Bestechungsgelder erhalten haben. Die PGR und die Bundespolizei hatten bereits einen ähnlichen Vorschlag von Vorcaro abgelehnt. Es liegt nun an Mendonça, die Bestätigung der Ablehnung zu prüfen.