Banco Master, im Besitz von Daniel Vorcaro, überwies zwischen 2024 und 2025 insgesamt 27,2 Millionen Reais an das Portal Metrópoles, das Luiz Estevão gehört, während Verhandlungen über einen Verkauf an die BRB liefen. Berichte des Coaf kennzeichnen mögliche Unregelmäßigkeiten bei den Zahlungen, da Gelder schnell an mit dem ehemaligen Senator verbundene Unternehmen weitergeleitet wurden. Estevão behauptet, die Beträge seien für Fußballsponsorings und Werbekampagnen bestimmt gewesen.
Banco Master leistete zwischen 2024 und 2025 Zahlungen in Höhe von insgesamt 27,2 Millionen Reais an das Portal Metrópoles, zeitgleich mit den Verhandlungen zum Verkauf der Bank an die staatliche Institution BRB aus Brasília. Die Überweisungen tauchen in Berichten des Coaf auf, die auf Anzeichen von Unregelmäßigkeiten hinweisen. Der Rat stellte fest, dass die Gelder unmittelbar nach Gutschrift in einer "Sofortüberweisung" abgebucht wurden, was auf mögliche Transaktionen zugunsten Dritter hindeutet.
Der ehemalige Senator Luiz Estevão, Eigentümer von Metrópoles, erklärte, die Mittel deckten Fußballsponsorings ab, darunter Namensrechte für die brasilianische Série D-Meisterschaft, Sponsoring von Übertragungen und Werbung für den Supercopa 2025, bei dem Flamengo Botafogo im Stadion Mangueirão in Belém mit 3:1 besiegte. Er betonte, es habe sich um Marketingkampagnen zur Stärkung der Marken Master und Will Bank vor Ort gehandelt, während sich die Gespräche bis September 2025 hinzogen.
Die Beträge wurden zügig an Unternehmen wie Madison Gerenciamento, Sense Construções und Macondo Construções weitergeleitet, die mit Estevão oder seiner Familie verbunden sind. Estevão argumentierte, dass solche Transfers im Geschäftsleben Routine seien und Madison die Ressourcen der Grupo Metrópoles verwalte. Banco Master reagierte nicht auf Anfragen.
Daniel Vorcaro, der derzeit wegen des Verdachts auf Milliardenbetrug inhaftiert ist, versuchte Master an die BRB zu verkaufen, doch das Geschäft wurde von der Zentralbank blockiert. Während des Verfahrens richtete sich eine Werbekampagne gegen die Zentralbank, bei der auf LED-Panels von Metrópoles ein Foto des ehemaligen Direktors Renato Gomes gezeigt wurde, dem vorgeworfen wurde, das Geschäft behindert zu haben.