Die von Daniel Vorcaro kontrollierte Banco Master erhielt zwischen August 2024 und Oktober 2025 insgesamt 39 Millionen R$ von der brasilianischen Armee für Ratenzahlungen von Militärkrediten. Ein Coaf-Bericht, der an die CPI do Crime Organizado übermittelt wurde, wies auf Manöver hin, um den endgültigen Bestimmungsort der Gelder zu verschleiern. Die Armee erklärte, dass es sich bei den Überweisungen um rechtmäßige Lohnabzüge handelte.
Der Coaf-Bericht zeigte, dass die 39 Millionen R$ auf ein Konto der Banco Master bei der Banco Itaú überwiesen und von dort schnell auf andere Konten innerhalb von Master selbst weitergeleitet wurden. Dieses Muster über einen Zeitraum von 14 Monaten erschwerte die Verfolgung des Verbleibs der Gelder und verhinderte die Identifizierung potenzieller weiterer Begünstigter. Das Dokument wies zudem auf Anzeichen einer 'Konzentration von durch das Armeekommando angeordneten Ressourcen' hin.
Die Armee teilte mit, die Bank sei im Februar 2023 nach Erfüllung der Ausschreibungskriterien akkreditiert worden, um Gehaltskredite für Militärpersonal anzubieten. Den Vertrag habe man im November 2025 einseitig gekündigt, kurz nach der außergerichtlichen Liquidation der Banco Master durch die Zentralbank. 'Seitdem ist es der Bank untersagt, neue Kreditverträge zu formalisieren', erklärte die Armee in einer Mitteilung.
Die Überweisungen erfolgten inmitten der Krise der Banco Master, die im November 2025 mit ihrer Liquidation endete. Das Institut hatte laut dem offengelegten Zeitplan mit Liquiditätsproblemen, Versäumnissen im Risikomanagement und Tausenden von Beschwerden über Gehaltskredite zu kämpfen.