Der Anwalt Eugênio Aragão gab am Dienstag, dem 19. Mai 2026, bekannt, dass er die Verteidigung von Paulo Henrique Costa, dem ehemaligen Präsidenten der BRB, inmitten von Verhandlungen über eine mögliche Kronzeugenregelung im Fall Banco Master, der mit der Operação Compliance Zero in Verbindung steht, niedergelegt hat.
In einer Presseerklärung betonte Aragão, dass er nach fast 30 Jahren bei der Bundesstaatsanwaltschaft nur an rechtlichen Initiativen teilnehme, die von Seriosität und Verantwortung geleitet seien. Er erklärte, eine Kronzeugenregelung käme nur bei schlüssigen und eindeutigen Beweisen in Betracht.
Aragão, der mit dem Anwalt Davi Tangerino zusammenarbeitete, war weniger als einen Monat an dem Fall beteiligt. Costa befindet sich seit seiner Verhaftung am 16. April wegen mutmaßlicher Beteiligung an Betrügereien im Zusammenhang mit der Banco Master in Haft. Minister André Mendonça vom STF ordnete am 8. Mai die Verlegung von Costa in das 19. Militärpolizeibataillon im Bundesdistrikt an. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass Costa angeblich als Schmiergeld erhaltene Immobilien im Wert von 146,5 Millionen R$ verheimlicht habe.