Geheime Beisetzung von 33 Leichen in Kericho deckt rechtliche Lücken auf

Drei Jugendliche, die jeweils 1.000 Schilling erhielten, begruben in der Nacht des 19. März 32 oder 33 Leichen auf dem Friedhof von Kericho, ohne dass Familien anwesend waren oder Zeremonien stattfanden. Zwei Tage später offenbarten sie die Wahrheit der Polizei, was zu einer gerichtlich angeordneten Exhumierung führte, bei der 25 Kinder gefunden wurden. Der Gouverneur von Nyamira, Amos Nyaribo, hat sich von dem Vorfall distanziert und korrupte Beamte beschuldigt.

In der Nacht des 19. März benutzten drei Jugendliche von der Straße Schaufeln, um 32 oder 33 Leichen auf dem öffentlichen Friedhof von Kericho zu beerdigen. Die Leichen stammten aus dem Krankenhaus des Bezirks Nyamira; darunter befanden sich 25 Kinder, acht Erwachsene sowie weitere Leichenteile. Es waren weder Familienangehörige, religiöse Führer noch Trauernde anwesend; nur ein Regierungsfahrzeug und Geld, um sie zum Schweigen zu bringen. Zwei Tage später gingen die Jugendlichen zur Polizeistation in Kericho und legten Beweise vor. Ein Gericht ordnete eine Exhumierung an, die zur Festnahme eines Gesundheitsbeamten aus Nyamira führte. Vier weitere Verdächtige wurden festgenommen, womit die Gesamtzahl auf sechs stieg, während die Kriminalpolizei (DCI) die Herkunft von 20 weiteren Leichen untersucht. Der Gouverneur von Nyamira, Amos Nyaribo, distanzierte sich gestern von den geheimen Beisetzungen. Er erklärte, der Beamte, dem 32.000 Schilling ausgehändigt wurden, habe diese veruntreut und einen Teil davon an einen Bestatter gezahlt, und fügte hinzu, dass die Beerdigungen eigentlich für tagsüber geplant gewesen seien. Innenminister Kipchumba Murkomen verurteilte den Vorfall und stellte fest, dass es zwar einen Gerichtsbeschluss zur Beisetzung der nicht abgeholten Leichen gab, diese jedoch nicht im Geheimen hätte durchgeführt werden dürfen. Das kenianische Recht erlaubt die Bestattung nicht abgeholter Leichen nach 14 Tagen mit einem Gerichtsbeschluss, doch dieser Fall verdeutlicht rechtliche Lücken sowie kulturelle Ängste im Umgang mit Verstorbenen.

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