Der chilenische Senat erzielte am Mittwoch bei der Abstimmung über die Regelung zur Aufhebung des Bankgeheimnisses im Rahmen des Gesetzentwurfs zur Wirtschaftsaufklärung ein 23:23-Unentschieden. Die Entscheidung wurde auf die Sitzung am kommenden Dienstag vertagt. Finanzminister Jorge Quiroz kündigte an, eine Initiative zu prüfen, um das Verfahren unter ständiger gerichtlicher Kontrolle zu beschleunigen.
Die Abstimmung fand während der Senatssitzung über die Reform zur Schaffung eines Finanzaufklärungssystems zur Bekämpfung der Geldwäsche statt. Das 23:23-Unentschieden blieb auch nach einem zweiten Wahlgang bestehen, sodass die Angelegenheit gemäß der Geschäftsordnung des Senats in der nächsten ordentlichen Sitzung entschieden wird. Vier Senatoren nahmen nicht an der Abstimmung teil. Loreto Carvajal und Rojo Edwards waren aufgrund einer offiziellen Reise gepaart. Alfonso de Urresti war mit Sergio Gaona gepaart, der gegen den Entwurf stimmte. Miguel Ángel Calisto, der bei anderen Abstimmungen anwesend war, gab keine Stimme ab. Der stellvertretende Finanzminister Juan Pablo Rodríguez verteidigte die gerichtliche Aufsicht. Er merkte an, dass Anträge der Finanzanalyseeinheit innerhalb von drei Tagen bearbeitet würden und das vorgerichtliche Stadium Datenschutzvorkehrungen erfordere. Minister Quiroz erklärte, das Finanzministerium bereite eine Initiative zur Verbesserung der Gesetzgebung vor, wobei sichergestellt werden solle, dass die Aufhebung des Bankgeheimnisses von den Gerichten und der Justiz abhängig bleibe. Die Reform wird in jedem Fall an einen Vermittlungsausschuss überwiesen.