Die Abgeordnetenkammer hat mit 77 Ja-Stimmen, 68 Nein-Stimmen und einer Enthaltung die Zulässigkeit der verfassungsrechtlichen Anklage gegen Wirtschaftsminister Nicolás Grau beschlossen. Der Senat wird am kommenden Dienstag, den 30. Juni, über die inhaltliche Begründung der Anklage entscheiden.
Die Abstimmung fand am Mittwoch im Unterhaus statt. Gesetzgeber der Regierungskoalition und der Opposition unterstützten die Zulassung aufgrund angeblicher Verstöße gegen die Integrität, Verletzung finanzieller Pflichten und Unregelmäßigkeiten im Haushalt.
Der Senat muss nun die Anklage in mindestens zwei Sitzungen prüfen, die am Dienstag, den 30. Juni, beginnen. Mehrere Senatoren äußerten sich unzufrieden über den Zeitplan, der die Absage regionaler Aktivitäten und die Umplanung von Reisen erzwingt.
Die Senatspräsidentin Paulina Núñez legte das Datum fest, um gesetzliche Fristen einzuhalten. Senatoren verschiedener Fraktionen wiesen darauf hin, dass die Einreichung logistische Komplikationen für diejenigen mit sich bringe, die aus abgelegenen Regionen anreisen.