Der Senat verabschiedete am Donnerstag 74 Richterernennungen, darunter die von María Verónica Michelli, deren Nominierung Präsident Javier Milei eigentlich zurückziehen wollte. Zudem erhielt eine Einigung mit Gläubigern in Höhe von 171 Millionen Dollar eine vorläufige Zustimmung.
Das Oberhaus billigte die Nominierungen mit 44 Ja-Stimmen und 18 Gegenstimmen, was Michellis Ernennung an das Tribunal Oral Federal N°3 in La Plata ermöglicht. Patricia Bullrich, Vorsitzende des Blocks La Libertad Avanza, enthielt sich bei dieser Abstimmung nach einer Sitzungsunterbrechung und Verhandlungen mit dem Justicialista-Block. Javier Milei feierte die Bestätigung der 74 Nominierungen in den sozialen Medien als einen „wahren Triumph“ und als Beginn des Wiederaufbaus der Justiz. Auch Justizminister Juan Bautista Mahiques betonte den Fortschritt nach mehr als acht Jahren der Lähmung innerhalb der Justizbehörden. In derselben Sitzung billigte der Senat mit 40 zu 22 Stimmen die Einigung zur Zahlung von 171 Millionen Dollar an die Fonds Bainbridge Ltd. und Attestor Value Master Fund LP wegen Klagen aus dem Zahlungsausfall von 2001. Der Gesetzentwurf wird nun vor dem 30. Juni an die Abgeordnetenkammer weitergeleitet. Die Sitzung war von Auseinandersetzungen und internen Anschuldigungen innerhalb der Regierungspartei geprägt, wobei es zu gegenseitigen Vorwürfen zwischen Bullrich und den Karina Milei sowie Vizepräsidentin Victoria Villarruel nahestehenden Sektoren kam.