Präsidentin Claudia Sheinbaum hat am Mittwoch eine Verfassungsreforminitiative an den Senat übermittelt, um die Justizwahlen von 2027 auf 2028 zu verschieben. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Kandidatenauswahl nach Kritik an den Wahlen von 2025 zu präzisieren.
Innenministerin Rosa Icela Rodríguez und Rechtsberaterin Luisa María Alcalde übergaben den Gesetzentwurf an den Senat. Die Initiative umfasst die Schaffung einer Koordinierungskommission aus allen drei Staatsgewalten, um die Anforderungen an die Bewerber zu überprüfen.
Zudem wird vorgeschlagen, die Zahl der Kandidaten auf vier pro Posten zu begrenzen und zwei Finalisten per Losverfahren zu ermitteln. Bei einer Verabschiedung würde die Wahl am 4. Juni 2028 stattfinden und könnte mit dem Referendum zur Abberufung des Präsidenten zusammenfallen.
Die Nationale Vereinigung der Bezirksrichter und Richter der Obergerichte bezeichnete die Maßnahme als Eingeständnis der Undurchführbarkeit des ursprünglichen Entwurfs. Die Gruppe nannte die Änderungen unzureichend, um Wiederholungen von Problemen wie die Nähe gewählter Richter zur Regierungspartei zu verhindern.