Bildungsminister Mario Delgado wird am Montag gemeinsam mit den Bildungsministern der Bundesstaaten den vorgeschlagenen Schulkalender für 2025-2026 erneut prüfen, nachdem es aufgrund der Hitze und der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 breiten Widerstand gegen ein Unterrichtsende am 5. Juni gegeben hatte.
Der am 8. Mai angekündigte ursprüngliche Vorschlag des SEP sah vor, das Schuljahr am 5. Juni zu beenden, wobei die administrativen Aktivitäten am 12. Juni enden und der nächste Zyklus am 31. August beginnen sollten. Minister Delgado erklärte, die Änderung sei von den Bundesstaaten gewünscht worden und würde den Schülern fast drei Monate Ferien ermöglichen. Präsidentin Claudia Sheinbaum stellte am 9. Mai klar, dass der Kalender noch nicht festgelegt sei, und betonte, dass keine Unterrichtszeit verloren gehen dürfe. Delgado nahm die Anmerkung zur Kenntnis und setzte ein Folgetreffen für Montag, den 11. Mai, an. Kritiker, darunter das IMCO und die CNDH, warnten vor einem zunehmenden Bildungsrückstand und zusätzlichen Betreuungsaufgaben, insbesondere für Frauen. Mehrere Bundesstaaten, wie Jalisco, Guanajuato und Nuevo León, haben den verkürzten Kalender abgelehnt und werden an ihren ursprünglichen Zeitplänen festhalten. Der Vorstoß stieß zudem bei Lehrergewerkschaften und Eltern auf Widerspruch aufgrund möglicher Verstöße gegen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl von 185 Unterrichtstagen.