Eine Autoverfolgung durch Stockholm endete am Samstagabend mit Kollisionen mehrerer Polizeiautos. Ein Polizist wurde verletzt, ein Mann in seinen 20ern wegen grober Fahrlässigkeit im Verkehr und Drogenfahrt festgenommen. Die Verfolgung begann in Västertorp und endete in Bromma.
Die Autoverfolgung begann in Västertorp im südlichen Stockholm, als die Polizei ein Fahrzeug zur Kontrolle stoppen wollte, der Fahrer aber beschleunigte und nach Norden auf der E4 floh. Die Verfolgung führte durch das Järva-Gebiet, einschließlich Rinkeby und Tensta, dann Richtung Spånga und schließlich zu Bromma Blocks im westlichen Stockholm. Während der Verfolgung wurden Rammversuche und Streckenreißern eingesetzt, um das Auto zu stoppen, das in hohem Tempo gefahren wurde.
Mehrere Polizeiautos wurden bei Kollisionen beschädigt. Laut Polizeisprecher Daniel Wikdahl wurden fünf Polizeifahrzeuge auf verschiedene Weise crashgeschädigt, darunter eines, das vom flüchtenden Auto getroffen wurde. Fünf Polizeiautos und das Fahrzeug des Verdächtigen mussten abgeschleppt werden. Ein Polizist wurde verletzt und von Sanitätern untersucht, mit Unsicherheit, ob weitere Beamte medizinische Hilfe benötigen.
Die Verfolgung endete bei Bromma Blocks, als zwei Polizeistreifen das flüchtende Auto rammten. Der festgenommene Mann in seinen 20ern wird verdächtigt, grobe Fahrlässigkeit im Verkehr, aggravierte Drogenfahrt und Körperverletzung begangen zu haben. Weitere Anklagen könnten hinzukommen, so Wikdahl: „Es handelt sich um eine lange Verfolgung in hohem Tempo. Es gibt viele verschiedene Aspekte, die wir auf unterschiedliche Weise untersuchen müssen.“
Zeugen beschrieben das Drama. Julius Gravin, 22, sah die Verfolgung auf der E18 und schätzte die Geschwindigkeit auf 160 Kilometer pro Stunde: „Es brach alle Regeln. Es wollte nur weg. Und die Polizei fuhr genauso.“ Lukas Forsmark, 17, wich knapp einem Polizeiauto aus, das auf den Gehweg geriet in Spånga: „Ich war vielleicht 45–50 Zentimeter entfernt.“ Trotz der hohen Geschwindigkeiten war der Verkehr relativ leicht, laut Polizei.