Sheinbaum bagatellisiert Rückgang des BIP im dritten Quartal

Präsidentin Claudia Sheinbaum hat den jüngsten Bericht über einen Rückgang des mexikanischen BIP um 0,2 % im dritten Quartal 2025 heruntergespielt und argumentiert, dass dieser Indikator sozialen Fortschritt wie 13,5 Millionen Menschen, die der Armut entkommen sind, nicht erfasst. Sie betonte, dass wirtschaftliche Stärke über das BIP-Wachstum hinausgeht. Diese Haltung spiegelt die Rhetorik der vorherigen Regierung unter AMLO wider, die Wohlbefinden traditionellen Metriken vorzog.

Letzten Freitag berichtete das Nationale Institut für Statistik und Geographie Mexikos (INEGI) von einer Kontraktion des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % im dritten Quartal 2025 im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres. Als Reaktion wischte Präsidentin Claudia Sheinbaum diesen Wert beiseite und erklärte, dass das BIP wichtige Erfolge wie 13,5 Millionen Mexikaner, die der Armut entkommen sind, gesteigerten Beschäftigung und geringere Ungleichheit nicht widerspiegelt.

Sheinbaum erklärte: „Wirtschaftliche Stärke kann nicht allein am BIP-Wachstum gemessen werden.“ Sie fügte hinzu: „Das BIP ist zum grundlegenden Indikator für die Messung der Weltwirtschaften geworden, reflektiert aber nicht wesentliche Aspekte wie Armutsbekämpfung, Zugang zu Bildung oder geringere Ungleichheit.“ Sie fragte auch: „Wie misst das BIP, dass Plattformarbeiter nun Sozialversicherung haben? Es tut es nicht.“

Diese Position ist nicht neu. 2020 kritisierte der ehemalige Präsident Andrés Manuel López Obrador (AMLO) das BIP und sagte: „…Wachstum, BIP, Bruttoinlandsprodukt. Diese Begriffe sollten ebenfalls außer Gebrauch kommen. … Statt Wachstum, sprecht von Wohlbefinden; statt Materiellem, denkt ans Spirituelle.“ Die aktuelle Regierung setzt diese Rhetorik fort und priorisiert soziales Wohlbefinden und Einkommensumverteilung gegenüber BIP-gemessenem Wirtschaftswachstum.

Analysten argumentieren jedoch, dass soziale Fortschritte wie die von INEGI berichtete Armutsreduktion bei über 13 Millionen Menschen ohne eine dynamische Wirtschaft nicht nachhaltig sein werden. Gründe sind steigende Fiskaleinnahmen zur Finanzierung sozialer Programme, internationale Vergleichbarkeit zur Anziehung von Investitionen und das Risiko, das BIP nur bei ungünstigen Ergebnissen zu diskreditieren. Ohne echtes Wachstum könnten Erfolge umkehren und Finanzierung sowie produktive Beschäftigung einschränken.

Die Debatte unterstreicht, dass Wohlbefinden durch Wirtschaftswachstum ergänzt werden muss, wobei das BIP als Schlüsselmessgröße für Nachhaltigkeit und Investorenvertrauen dient.

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