Das Disziplinar-Amt der SHL hat den Luleå-Stürmer Brendan Shinnimin von jeglicher Schuld freigesprochen, aber Skellefteås Trainer Andreas Falk mit 15.000 Kronen bebußt nach einer Konfrontation im Spielertunnel während des Samstagsspiels. Der Vorfall entstand aus einem verbalen Austausch, der nach dem ersten Drittel in körperlichen Kontakt eskalierte. Shinnimins Schlag wurde als Notwehr gewertet, nachdem Falk ihn gegen eine Medienwand gedrückt hatte.
Die Konfrontation ereignete sich in der ersten Pause des Spiels von Luleå gegen Skellefteå am Samstag. Laut Berichten näherte sich Falk Shinnimin von hinten im Tunnel und stellte ihn verbal wegen eines früheren Hacking-Vorfalls zur Rede, bei dem Shinnimin ein Tauchen vorgeworfen wurde. Shinnimin gab an, dass Falk ihn „peinlich“, „schwach“ und „Taucher“ nannte, bevor er seinen Arm packte und ihn mit beiden Händen gegen eine Medienwand drückte. Shinnimin reagierte mit einem Schlag auf Falks Brust, der auf Video festgehalten wurde, bevor ein Sicherheitsmann eingriff. Falk behauptete, Shinnimin habe seinen Weg blockiert und physischen Kontakt initiiert, doch das Amt urteilte seine Handlungen als unprovoziert und gegen die Vorschriften des Riksidrottsförbundet zu unsportlichem Verhalten. Luleå legte Aussagen von Spielern Joel Lassinantti und Pontus Själin vor, die Shinnimin stützen und feststellten, dass Falk einen ungewöhnlichen Weg zu den Umkleiden wählte, die normalerweise für Heim- und Auswärtsmannschaften getrennt sind. Das Amt entschied, der Schlag erfolgte nach klarer Provokation und rechtfertige keine Strafe für Shinnimin. Falk wurde mit 15.000 SEK Bußgeld belegt. Luleås Sportchef Thomas Fröberg bezeichnete den Vorfall als beispiellos und hoffte auf Shinnimins Freisprechung. Skellefteås Niclas Lundkvist spielte es als „Scheißsache“ in einem heißen Match herunter. Das Urteil erhält Shinnimins Spielberechtigung und hebt Spannungen in der heißen Rivalität hervor. Beide Teams betonten, daraus zu lernen vor zukünftigen Spielen.