Luleå ist durch einen 1:0-Sieg gegen Frölunda im sechsten Spiel des Viertelfinales in das Halbfinale der SHL eingezogen und entschied die Serie mit 4:2 für sich. Anton Levtchi erzielte das einzige Tor der Partie in der Coop Norrbotten Arena 36 Sekunden nach Beginn des dritten Drittels während einer Überzahlsituation. Frölunda-Trainer Robert Ohlsson bezeichnete die Leistung in einem Interview mit TV4 nach dem Spiel als „beschissen“.
Frölunda ging nach einem starken Saisonstart, bei dem das Team zeitweise die Tabelle der SHL anführte, als Favorit in die Serie. Die Mannschaft hatte jedoch in den letzten 15 Spielen der regulären Saison zu kämpfen und verzeichnete dabei die zweitschlechteste Bilanz der Liga, nur noch übertroffen von Timrå. Trotz einer Dominanz beim Puckbesitz und zahlreicher Torschüsse im Verlauf der Serie gelang es Frölunda nicht, die Chancen effektiv zu nutzen, und das Team konnte nur eines der letzten drei benötigten Spiele für sich entscheiden. Luleå hingegen sicherte sich drei seiner vier Siege in der Verlängerung und nutzte entscheidende Momente, um in das Halbfinale einzuziehen, wo das Team nun auf Skellefteå trifft. Luleås 1:0-Sieg spiegelte das Muster der vorangegangenen Spiele wider: Frölunda dominierte zu Beginn, ließ aber die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen. Ein mögliches Tor durch Mathias Bromé für Luleå zur Mitte des Spiels wurde nach einer Videoprüfung aberkannt. Die Schiedsrichter entschieden, dass Luleås Eetu Koivistoinen den Frölunda-Spieler Dominik Egli in den Torhüter Tobias Normann gecheckt hatte, wodurch dieser behindert wurde. Der TV4-Experte Almen Bibic stellte fest, dass der Kontakt aus den ersten Blickwinkeln klar erschien. Späte Strafzeiten, darunter eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis bei zusätzlichem Angreifer, behinderten Frölundas Aufholjagd. Robert Ohlsson äußerte unmittelbar nach der Niederlage seinen Frust. „Det är piss måste jag säga. Jag tycker att vi är bättre än så här den här säsongen, vi är inte nöjda såklart“, sagte er gegenüber TV4. Ohlsson verwies auf die schwache Ausführung im Powerplay nach einem starken Beginn, die Unfähigkeit, Zweikämpfe in der Offensivzone zu gewinnen, und die Notwendigkeit, vor beiden Toren entschlossener zu agieren.