Skellefteå besiegte Luleå im SHL-Playoff-Halbfinale mit 4:3 in der längsten Partie, die jemals ausgetragen wurde. Das Spiel dauerte über sieben Drittel insgesamt 122 Minuten und 18 Sekunden und übertraf damit den Rekord aus dem Jahr 1997 von 119 Minuten und 16 Sekunden, den Leksand gegen Färjestad aufgestellt hatte. Andreas Johnson erzielte das entscheidende Tor kurz nach Beginn des siebten Drittels.
Skellefteå sicherte sich einen dramatischen 4:3-Sieg gegen Luleå im ersten SHL-Playoff-Halbfinale nach einem rekordverdächtigen Kampf, der in völlig neue Dimensionen vordrang – es war das erste Spiel in der Geschichte der Liga, das nach sechs torlosen Perioden nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung ein siebtes Drittel erreichte.
Skellefteå führte zu Beginn des dritten Drittels mit 3:1, als Oscar Lindberg nur 18 Sekunden nach Wiederanpfiff gegen Luleå-Torhüter Matteus Ward traf. Luleå schaffte jedoch das Comeback: Oscar Engsund verkürzte den Rückstand durch eine glückliche Abfälschung am Schlittschuh eines Gegenspielers, und Verteidiger Frederic Allard glich Mitte des Drittels in Überzahl zum 3:3 aus.
Die Partie zog sich in die Verlängerung hin, wobei Luleås Mathias Bromé das Spiel als „sehr vorsichtig“ beschrieb, da beide Teams nach 120 Minuten nur auf Fehler des Gegners warteten.
Andreas Johnson besiegelte schließlich den Sieg für Skellefteå im siebten Drittel. „Unglaublich befreiend. Es fühlte sich an, als würde nie ein entscheidendes Tor fallen. Erleichternd. Wir haben gut gespielt“, sagte Johnson gegenüber TV4, wie von Aftonbladet berichtet.
Pär Lindholm von Skellefteå äußerte sich zur Verpflegung zwischen den Dritteln: „Es gibt alles Mögliche. Es gibt Pizza, aber um ehrlich zu sein, hat man keinen großen Hunger darauf. Es ist eher Energie-Drinks und dergleichen“, sagte er gegenüber TV4 Play.
Luleå, der SM-Meister des letzten Jahres, hat eine Geschichte von Sudden-Death-Thrillern, darunter drei Verlängerungen gegen Frölunda im Viertelfinale. Ihr bisher längstes Spiel, 117 Minuten und 29 Sekunden mit Mathias Bromé, steht nun auf dem zweiten Platz der Geschichte.