Luleå Hockey sicherte sich nach einem 117 Minuten und 29 Sekunden dauernden Halbfinal-Marathon einen 4:3-Sieg gegen Frölunda. Mathias Bromé erzielte in der sechsten Verlängerung den Siegtreffer und baute Luleås Führung in der Serie auf 3:1 aus. Das Spiel war von einem umstrittenen aberkannten Tor und einer Verletzung geprägt.
Frölunda ging nach dem ersten Drittel früh mit 2:0 in Führung, doch Luleå antwortete mit einem Treffer, bevor Frölunda im zweiten Drittel auf 3:1 erhöhte. Luleå startete im dritten Drittel eine Aufholjagd, glich zum 3:3 aus und erzwang damit das dritte Verlängerungsspiel in Folge in dieser Serie. Nach dem Sieg führt Luleå die Best-of-Seven-Halbfinalserie mit 3:1. In der ersten Verlängerung erhielt Frölunda eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Oskari Laaksonen erzielte während des Powerplays ein Tor, das jedoch nach einer Videokontrolle wegen eines Gerangels zwischen Linus Högberg und Linus Omark in der Nähe von Torwart Lasse Johansson aberkannt wurde. TV4-Experte Petter Rönnqvist bezeichnete die Szene als eine 50/50-Entscheidung und merkte an, dass Omark abgebremst habe und gestoßen worden sei. Die vierte Verlängerung blieb torlos, wobei Frölunda-Trainer Robert Ohlsson die Leistung seines Teams kritisierte: „Wir haben aufgehört zu spielen.“ In der fünften Verlängerung verletzte sich Frölundas Noah Hasa nach einem Zusammenstoß mit Luleås Pontus Andreasson und konnte sein rechtes Bein scheinbar nicht belasten. Der entscheidende Moment kam in der sechsten Verlängerung, als Christian Folin den Halt verlor, was zu einer Zwei-gegen-Eins-Situation führte. Linus Omark passte zu Bromé, der Johansson austanzte und den Siegtreffer erzielte. Bromé sagte: „Ich war so verdammt müde und wollte eigentlich wechseln, aber dann sah ich, wie Folin stürzte... Limpan hat mich gefunden.“ Er fügte hinzu, dass das frühere Tor „jeden Tag der Woche ein gültiges Tor“ gewesen wäre. Ohlsson stellte fest: „Luleå findet immer einen Weg, diese Verlängerungen zu gewinnen.“