Södertälje Sportklubb (SSK) hat scharf auf das Ausbleiben einer Disziplinaranzeige reagiert, nachdem Kalmars Carl Johan-Lerby eine Matchstrafe erhalten hatte. Lerby wurde nach sechs Minuten wegen eines Crosschecks gegen SSKs Teemu Väyrynen im Kopfbereich in den Eröffnungsminuten ihres ersten Spiels vom Eis verwiesen. SSK-Sportchef Emil Georgsson bezeichnete die Situation als „ein Witz“.
Im ersten Spiel zwischen SSK und Kalmar erhielt Carl Johan-Lerby eine Matchstrafe und verließ das Eis nach nur sechs gespielten Minuten. Der Vorfall ereignete sich, als Lerby Teemu Väyrynen in Kopfhöhe crosscheckte, zu Beginn des Spiels, wobei der Puck nach SSK-Angaben nicht einmal in der Nähe war. Der Stock brach durch die Wucht des Checks, der Väyrynens Schulter traf und zum Nacken hochwanderte. Es kam zu keiner Verletzung, was SSK als glücklichen Umstand dank des Schulterpolsters bezeichnete, das den Aufprall abmilderte. Am Montag wurde keine Anzeige (anmälan) an den Disziplinarausschuss eingereicht, was im SSK-Lager für Empörung sorgte. Sportchef Emil Georgsson drückte seinen Zorn in einem Interview mit Länstidningen aus: „Ich bin wirklich stocksauer, das ist ja ein Witz. Es handelt sich um einen lebensgefährlichen Crosscheck, völlig außerhalb des Spiels... Das ist ja ein Überfall.“ Er fügte hinzu: „Er trifft die Schulter und dann hoch zum Nacken. Was für eine Handlung ist das? ... Es ist nur reines Glück, dass Väyrynen nicht ernsthaft verletzt wird.“ Georgsson sprach mit Schiedsrichterchef Björn Wettergren, der zustimmte, dass eine Anzeige angebracht sei, aber erklärte, das System erfordere, dass die Spielersicherheitsgruppe sie einreicht. Georgsson versuchte vergeblich, die Gruppe zu erreichen. Das zweite Spiel zwischen SSK und Kalmar ist für Dienstag angesetzt.