Jannik Sinner und Carlos Alcaraz erhielten jeweils 1,2 Millionen Dollar als Startprämie für ihre Teilnahme am ATP Qatar Open, was den Siegerpreis des Turniers von 529.945 Dollar übersteigt. Sinner besiegte Tomáš Macháč in geraden Sätzen in der ersten Runde, während Alcaraz Arthur Rinderknech in zwei Sätzen schlug. Beide Spieler zogen ins Achtelfinale ein und unterstreichen die finanziellen Anreize, die Topstars zum Event locken.
Das ATP Qatar Open, ein 500er-Turnier in Doha, verdeutlicht die wachsende Ungleichheit bei den Tenniseinnahmen, da Topspieler wie Jannik Sinner und Carlos Alcaraz stattliche Startprämien erhalten, bevor sie antreten. Laut Berichten verdienten beide 1,2 Millionen Dollar garantiert, was den Championspreis um mehr als 125 Prozent übersteigt. Diese Prämie ist üblich für Elite-Spieler bei 250- oder 500-Turnieren, unabhängig von der Leistung, solange sie ihre Auftaktmatches bestreiten. Sinner startete mit einem Dreisatzsieg gegen den Tschechen Tomáš Macháč, Alcaraz schaltete den Franzosen Arthur Rinderknech in zwei Sätzen aus. Im Achtelfinale wartet auf Sinner Alexei Popyrin, auf Alcaraz Valentin Royer, Spiele am Mittwoch. Ein mögliches Finale zwischen beiden ist denkbar, da sie auf verschiedenen Hälften der Tabelle stehen. Die Preistruktur des Turniers belohnt tiefere Runs: Vizemeister erhält 285.095 Dollar und 330 Rankingpunkte, Halbfinalisten 151.935 Dollar und 200 Punkte, Viertelfinalisten 77.625 Dollar und 100 Punkte. Erstrundenniederlagen bringen 22.095 Dollar, aber keine Punkte. Dieses System spiegelt breitere Bedenken im Tennis bezüglich der Preisgeldverteilung wider. Stefanos Tsitsipas äußerte in einem kürzlichen Podcast Frustration: „Das Frustrierendste daran ist, okay, ihr lasst uns mehr arbeiten, was in Ordnung ist. Lasst uns mehr arbeiten, aber mindestens erhöht das Preisgeld.“ Er verwies auf unerfüllte Versprechen des ATP-Chefs Andrea Gaudenzi zum 'OneVision'-Plan. Ex-Profi Noah Rubin beleuchtete die Probleme der unteren Ränge und erinnerte an einen Tiefpunkt: „Ich habe hysterisch allein geweint, alle Lichter aus... Gibt es echte Glückseligkeit und Stabilität in diesem Sport? Die Antwort lautet: ‚Nein.‘“ Die Professional Tennis Players Association drängt auf Reformen, einschließlich Maßnahmen gegen Grand Slams wegen Verteilungen. Alcaraz' Karriereverdienst liegt bei 62.803.831 Dollar und nähert sich Andy Murrays Open-Era-Rekord von 64.687.542 Dollar.