Eine neue künstlerische Initiative im NIROX Sculpture Park im Wiegen des Menschengeschlechts in Südafrika erforscht die vitalen Rollen von Boden und Wasser durch Werke von über 40 lokalen und internationalen Künstlern. Mitten in ökologischen Bedrohungen wie Abwässerzuflüssen und Bergbauverschmutzung adressiert das Projekt Klimangsäße und menschliche Verantwortung. Von November 2025 bis April 2026 läuft es und umfasst Residenzen, öffentliche Programme und Gemeinschaftsbeteiligung.
Das Soil & Water-Projekt, das im NIROX Sculpture Park im Wiegen des Menschengeschlechts – einem UNESCO-Weltkulturerbe reich an archäologischen Beweisen für menschliche Ursprünge – stattfindet, befasst sich mit der Degradation natürlicher Ressourcen. Über Jahre hinweg hat die Region mit Abwässerzuflüssen und saurem Bergbauabfluss in Flüsse zu kämpfen gehabt, wobei giftige Chemikalien aus Kohle- und Metallbergbau Land, Menschen und Wildtiere bedrohen. Diese Krise inspiriert Kreativität, die die physischen und metaphorischen Werte von Boden und Wasser inmitten der breiteren Klimanotlage untersucht.
Gemeinsam kuratiert von Professor Johan Thom aus dem Department of Visual Art der University of Pretoria, Professor Basak Senova von der University of Applied Arts Vienna und der NIROX Foundation, präsentiert das Projekt mehr als 40 Künstler weltweit. Südafrikanische Beiträge umfassen Alet Pretorius, deren Fotografien Wasserknappheit darstellen, wie Bewohner in Mandela Village, Hammanskraal, die aus einem gemeinsamen Tankwagen schöpfen. Der multidisziplinäre Künstler Seretse Moletsane verwendet Boden und Kuhmist, um meditative Landschaften zu schaffen, die ahnenhafte Erbschaft und Spiritualität widerspiegeln, wobei sein Name « Schlamm » das Thema unterstreicht.
Internationale Werke fügen vielfältige Perspektiven hinzu. Die Klangskulptur « Listen to Me » von Christophe Fellay vergrößert eine Vinylplattenrille, die in die Erde graviert ist. Caroline Le Méhauté porträtiert Böden aus drei Wiegenorten. Die spanische Künstlerin Paula Anta umhüllt kahle Bäume mit farbigem Plastik in « Plasticised Trees », was auf Abfall und Unternehmensmarken verweist, während es auf Restaurationspotenzial hinweist. Die Installation « Home » des Argentiners Diego Masero – eine Wellblechhütte, die über einem See hängt – spiegelt die Wohnungsnot in Südafrika wider, kontrastiert Verletzlichkeit mit Verweisen auf Japans Goldenes Pavilion für Themen von Resilienz und Ungleichheit.
Jenseits der Ausstellungen umfasst Soil & Water Künstlerresidenzen und öffentliche Programme wie Dialoge und Performances. Die dreijährige Initiative Waterstories engagiert Studenten der University of Pretoria in interdisziplinären Workshops im Kromdraai Impact Hub, um die essenziellen und symbolischen Rollen von Wasser künstlerisch zu realisieren. Durch diese Bemühungen macht das Projekt verdeckte Umweltgefahren sichtbar und fordert Zeugnis und Gerechtigkeit für verschmutzte Ressourcen.