Die Weltbank prognostiziert, dass der Südsudan 2026 das schnellste Wirtschaftswachstum Afrikas anführen wird. Diese Prognose resultiert aus der Wiederaufnahme der Ölförderung auf Vorkriegshöhe und der wirtschaftlichen Stabilisierung. Das BIP des Landes soll um 48,8 Prozent wachsen.
Der kriegsgezeichnete Südsudan in Ostafrika steht eine bemerkenswerte Erholung bevor: Die Weltbank prognostiziert ein BIP-Wachstum von 48,8 Prozent im Jahr 2026 gemäß ihrem neuesten Bericht zu den globalen Wirtschaftsaussichten. Dieser Anstieg folgt auf eine wirtschaftliche Kontraktion von 23,8 Prozent im Vorjahr. Der Bericht schreibt dieses robuste Wachstum zwei Hauptfaktoren zu. Erstens der Stabilisierung der Ölfelder im Sudan, die eine Rückkehr der Ölförderung auf normale Niveaus ermöglicht. Zweitens der wirtschaftlichen und geschäftlichen Stabilisierung im Land nach fünf Jahren der Kontraktion. Ölexporte machen über 90 Prozent der Staatseinnahmen aus, weshalb die Wartung der Felder für die Wirtschaft entscheidend ist. Der Internationale Währungsfonds unterstreicht die Optimismus der Weltbank mit einer Prognose von 27,2 Prozent Wachstum für den Südsudan im Jahr 2025. Für 2026 erwarten andere afrikanische Nationen bescheidenere Zuwächse: Guinea mit 9,3 Prozent, Ruanda mit 7,2 Prozent, Äthiopien mit 7,1 Prozent und Nigeria kehrt nach einem Jahrzehnt zu hohem Wachstum zurück. Im Gegensatz dazu sollen größere Volkswirtschaften wie Südafrika nur um 1,4 Prozent wachsen. Diese Aussichten zeigen, wie die Erholung der Ölförderung und die wirtschaftliche Stabilisierung die regionalen Dynamiken in Afrika umgestalten könnten.