SPD-Politiker Lies fordert besseres Erwartungsmanagement in Koalition

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat die schwarz-rote Koalition im Bund zu einem besseren Umgang mit Erwartungen aufgefordert. Er kritisiert, dass der Eindruck entstanden sei, alles ändere sich sofort nach dem Regierungswechsel. Lies betont, dass nicht alle Probleme in einem halben Jahr gelöst werden können.

Olaf Lies, Ministerpräsident von Niedersachsen und SPD-Politiker, äußerte sich kritisch zur Erwartungshaltung gegenüber der neuen schwarz-roten Koalition in Berlin. In einem Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte er: «Es entstand der Eindruck: Es gibt eine neue Regierung, und schon ändert sich alles.» Lies wies darauf hin, dass es unmöglich sei, alle Probleme innerhalb eines halben Jahres zu lösen. «Es ist nicht möglich, alle Probleme innerhalb eines halben Jahres zu lösen. Und die Wirtschaft wächst auch nicht sofort, nur weil es einen Regierungswechsel gab.»

Trotz der Kritik lobte Lies die bisherigen Erfolge: Es sei schon viel Gutes beschlossen worden. Er kritisierte jedoch die Tendenz, politische Debatten an drastischen Forderungen auszurichten. «Dieser Drang nach Trophäen – Verbrenner-Aus weg, Heizungsgesetz weg – ist ohnehin wenig hilfreich. Was sollen die Leute damit anfangen, dass etwas gekippt wird? Die wollen wissen, wo es hingeht», so Lies.

Besonders beim Thema Verbrenner-Aus forderte er eine bessere Kommunikation gemeinsamer Lösungen. «Wichtig ist, dass nicht mehr vom Aus des Verbrenner-Aus gesprochen wird.» Lies' Aussagen vom 13. November 2025 unterstreichen die Notwendigkeit eines realistischeren Erwartungsmanagements, um das Vertrauen der Bürger zu wahren. Die schwarz-rote Koalition, bestehend aus CDU/CSU und SPD, steht vor Herausforderungen in Wirtschaft und Klimapolitik.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen