Es wurden zahlreiche Würdigungen für Stephen Clarke ausgesprochen, einen internationalen Fünf-Sterne-Dressurrichter, der im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Clarke war bei bedeutenden Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen im Einsatz und hat weltweit Maßstäbe für das Richten gesetzt.
Clarke bekleidete wichtige Positionen als Präsident des International Dressage Officials Club, als FEI Judge General und als Mitglied des FEI Dressage Committee. Zudem leitete er das Kampfgericht bei den Olympischen Spielen 2012 in London.
Der in Nordwales geborene Clarke war selbst ein erfolgreicher Dressurreiter und vertrat Großbritannien bei den Ersatzspielen 1980. Mit dem Richten begann er in seinen frühen Zwanzigern, nachdem er sich über die Kritik an Offiziellen geärgert hatte.
Der IDOC bezeichnete ihn als eine der größten Persönlichkeiten des Sports und hob seinen Mut hervor, schwierige Entscheidungen zu treffen, wie etwa die Disqualifikation von Adelinde Cornelissen bei den Weltreiterspielen in Kentucky. Die Vorsitzende von British Dressage, Jill Day, nannte ihn einen nationalen Schatz und erinnerte sich an seine ehrlichen Ratschläge und sein ansteckendes Lachen.
FEI-Dressurdirektor Ronan Murphy sagte, Clarke habe jeden in seinem Umfeld besser gemacht und sei stets ein wahrer Gentleman geblieben. In den Würdigungen wird auch seines Partners von über 40 Jahren, Julian Sebire, gedacht.