Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Freitag die meisten von Donald Trump unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verhängten Zölle für ungültig erklärt, in einer 6:3-Entscheidung, die deren Einsatz für Handelzölle einschränkt. Stunden später unterzeichnete Trump einen Executive Order für einen 10%igen globalen Zoll gemäß Section 122 des Trade Act von 1974, der T-MEC-Produkte ausnimmt. Die Maßnahme tritt am 24. Februar in Kraft.
Der Oberste Gerichtshof der USA urteilte am Freitag, dem 20. Februar 2026, dass Trump seine Befugnisse überschritten hat, indem er den IEEPA von 1977 für 'reziproke' und generalisierte Zölle seit April 2025 mit Mindeststeuersätzen von 10 % auf Handelspartner anwandte. Das 6:3-Urteil, einschließlich zweier Trump-Nominierter, machte Zölle wie 25 % auf Importe aus Mexiko und Kanada wegen Fentanyl, 10 % auf China aus demselben Grund und bis zu 50 % auf Brasilien und Indien wegen politischer und kommerzieller Vergeltungen ungültig. Es betrifft nicht Stahl- und Aluminiumzölle unter anderen Gesetzen wie Sections 232 und 301. 5n nAls Reaktion unterzeichnete Trump aus dem Oval Office einen Executive Order, der einen 10%igen Basissatz auf ausländische Produkte verhängt, wirksam ab 24. Februar um 00:01 Uhr Washingtoner Zeit. 'Es ist mir eine große Ehre, einen 10%igen globalen Zoll für alle Länder unterzeichnet zu haben, der fast sofort in Kraft tritt', schrieb Trump in sozialen Medien. Die Maßnahme unter Section 122 gilt bis zu 150 Tage und erfordert Kongressgenehmigung zur Verlängerung; sie schließt Produkte aus, die dem T-MEC zwischen Mexiko, USA und Kanada entsprechen. 5n nTrump ordnete auch Untersuchungen unter Section 301 für mögliche zusätzliche Zölle bei unfairem Verhalten an und drohte mit Sätzen von 15-30 % auf ausländische Autos. Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass Zolleinnahmen 2026 nicht sinken werden, durch alternative rechtliche Mittel. In Mexiko forderte Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard zu 'kühlen Köpfen' auf und plant eine Reise nach Washington, um Auswirkungen zu klären, wobei 85 % der mexikanischen Exporte in die USA zollfrei sind. 5n nDas Urteil wirft Fragen zu Rückerstattungen auf: Das Finanzministerium hat seit April 2025 240 Milliarden Dollar eingezogen, mit möglichen Rückzahlungen bis zu 120 Milliarden Dollar. Trump nannte das Urteil 'schrecklich' und sagte, Rückerstattungen wären eine 'Katastrophe'. Die Märkte reagierten positiv, mit Nasdaq +0,90 % und mexikanischem Peso auf 17,1366 pro Dollar gestärkt.