Fatih Khan G. hat sich in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde das Leben genommen. Das niedersächsische Justizministerium bestätigte einen Suizid ohne Fremdverschulden.
Der 45-jährige Fatih Khan G. aus Garbsen wurde am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr tot in seiner Zelle gefunden. Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Bremervörde stellten während der Lebend- und Vollzähligkeitskontrolle fest, dass der Gefangene keine Körpertemperatur mehr aufwies. Ein Notarzt stellte später fest, dass er sich stranguliert hatte.
G. stand unter dem Verdacht, Ende Juni in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade sechs Menschen erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelte wegen sechsfachen Mordes. Mit seinem Tod wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt.
Ermittlungen gegen die Kindsmutter und die Patentante, die den Fluchtwagen gesteuert haben soll, laufen weiter. Gegen beide besteht kein dringender Tatverdacht. Hinweise auf eine mögliche Suizidgefahr lagen vor, doch der Tod ereignete sich dennoch.