Neue Dokumente in der Jeffrey-Epstein-Untersuchung enthüllen, dass eine schwedische Diplomatin jahrelang E-Mail-Kontakt mit dem Sexualstraftäter hatte und zweimal seine New Yorker Wohnung nutzte. Der Kontakt dauerte bis 2019, kurz vor Epsteins Verhaftung. Die Diplomatin distanziert sich von seinen Taten, und das Außenministerium untersucht den Fall.
Neue Dokumente aus der Jeffrey-Epstein-Untersuchung, die kürzlich vom US-Justizministerium freigegeben wurden, enthüllen Verbindungen zwischen dem verurteilten Sexualstraftäter und schwedischen Personen und Institutionen. Im Fokus steht eine schwedische Diplomatin, die laut SVT Nyheter über Jahre sporadischen E-Mail-Kontakt zu Epstein hatte. Der Kontakt erstreckte sich bis 2019, Monate vor Epsteins Verhaftung wegen Menschenhandels und seinem späteren Tod in Haft. Die Diplomatin, in einigen Berichten als Lisa Svensson benannt, nutzte Epsteins New Yorker Wohnung zweimal, betont aber in einem Kommentar an SVT, dass sie nicht mit ihm zusammenlebte und der Kontakt oberflächlich war. »Ich distanziere mich vollständig von Epstein und seinen Handlungen. Mein Kontakt war sporadisch und oberflächlich«, schreibt sie. Die Pressestelle des Außenministeriums bestätigt, dass die Informationen nicht ihre Arbeit betreffen, sie aber ernst genommen werden: »Wir sprechen mit der Mitarbeiterin«. Jenseits der Diplomatin tauchen weitere schwedische Verbindungen in den Dokumenten auf. Epstein erwog 2014 eine Investition von 100 Millionen Dollar in Spotify, per E-Mail an Peter Thiel, ließ es aber nach Risikohinweisen. Zudem spendeten Epsteins Stiftungen über 5 Millionen SEK an die Stockholm School of Economics über den Barbro-Ehnbom-Fonds, obwohl die Schule angibt, getäuscht worden zu sein und nur 1,5 Millionen verbucht zu haben. Die Schule bedauert und distanziert sich von Ehnbom. Diese Enthüllungen unterstreichen Epsteins weites Netzwerk unter Eliten, selbst nach seiner Verurteilung 2008 wegen Sex mit einer Minderjährigen.