Ein schwerer Sturm mit Regen und stürmischen Winden, benannt Claudia, nähert sich den Kanaren und betrifft schwedische Reisende. Die schwedische Botschaft rät, den Ratschlägen der lokalen Behörden zu folgen und informiert zu bleiben. Schulen schließen und Straßen werden aufgrund des bevorstehenden Sturms blockiert.
Der Sturm Claudia traf die westlichen Kanaren La Palma und Teneriffa am Mittwoch mit starken Winden und Regen. Er bewegt sich über Nacht bis Donnerstag auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote zu. Eine orange Warnung vor starkem Regen wurde ausgegeben, und Schulen bleiben am Donnerstag geschlossen. Auf Gran Canaria bereiten sich sowohl Einheimische als auch Schweden darauf vor, den Sturm drinnen auszusitzen, beginnend um 22 Uhr und andauernd durch die Nacht und den Donnerstag. Der Sturm soll bis Freitag nachlassen.
Auf Teneriffa wurden mehrere Straßen aufgrund umgestürzter Bäume und Erdrutsche geschlossen, so spanische Medien. Elf Flüge wurden am Mittwoch von Gran Canaria und La Palma wegen des Wetters umgeleitet, darunter einer aus Göteborg, der zuerst auf Fuerteventura landete und später nach Gran Canaria weiterflog. Charlotte Hallencreutz, Sprecherin von Ving, sagt: «Sie landeten auf Fuerteventura, konnten aber später nach Gran Canaria weiterfliegen.» Der Reiseveranstalter Ving hat Nachrichten an seine Reisenden gesendet und sie aufgefordert, nicht auf die Straßen zu gehen. Derzeit gibt es keine Informationen zu stornierten Flügen von den Inseln.
Die schwedische Botschaft rät Reisenden, informiert zu bleiben, lokale Empfehlungen zu befolgen und bei Bedarf 112 anzurufen, gemäß der Website Sweden Abroad. Auf Gran Canaria hat die Gemeinde Schulen geschlossen und sie als temporäre Unterkünfte für Obdachlose und Betroffene geöffnet. Håkan, der teilweise auf der Insel lebt, beschreibt die Vorbereitungen: «Jeder hat seine Sonnenschirme und Liegestühle eingezogen, sowohl private als auch auf den Stränden. Es sieht ein bisschen öde aus.» Er macht sich Sorgen um Touristen, die die Warnungen möglicherweise nicht erhalten haben, insbesondere in südlichen Gebieten wie Playa del Inglés und Maspalomas, wo die Überschwemmungsgefahr hoch ist aufgrund fehlender Entwässerungssysteme. Böen bis zu 25 Metern pro Sekunde werden erwartet, was für die südlichen Teile der Insel ungewöhnlich ist.