Zwei Menschen, ein schwedischer Mann in den 30ern und eine Frau in den 20ern, sind bei einem Lawinenabgang im norwegischen Hemsedal ums Leben gekommen. Vier Personen aus einer siebenköpfigen Gruppe wurden am Montagmorgen kurz nach 11 Uhr beim Variantenfahren von den Schneemassen mitgerissen. Beide Verstorbenen waren in der Region ansässig.
Der Lawinenalarm ging am Montag kurz nach 11 Uhr für das Gebiet Halsane in Hemsedal ein. Vier Skifahrer aus einer Gruppe von sieben Personen, die sich abseits der Pisten bewegten, wurden von den Schneemassen mitgerissen. Es galt eine Lawinenwarnstufe Orange, was auf eine erhebliche Gefahr hinwies.
Umgehend wurde ein großangelegter Rettungseinsatz eingeleitet, an dem Rettungshubschrauber und Freiwillige des Roten Kreuzes beteiligt waren. Alle Betroffenen konnten innerhalb einer Stunde lokalisiert werden. Zwei erlitten leichte Verletzungen und wurden vor Ort medizinisch versorgt, doch der schwedische Mann in den 30ern und die Frau in den 20ern konnten trotz Wiederbelebungsmaßnahmen nicht gerettet werden.
„Es wurden Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, doch ihr Leben konnte nicht gerettet werden“, sagte Marius Fossvold von der Polizei des Polizeibezirks Südostnorwegen gegenüber Sveriges Radio Ekot. Die Angehörigen des schwedischen Mannes seien verständigt worden, teilte die Polizei mit.
Sowohl der Mann als auch die Frau lebten in der Gegend von Hemsedal. „Es ist unglaublich traurig, dass ein solches Ereignis am Ende eines ansonsten relativ ruhigen Osterfestes eintritt“, sagte Jarle Bjørge Øverland, Vorsitzender des Roten Kreuzes, gegenüber NRK. Pål Rørby, Bürgermeister der Gemeinde Hemsedal, fügte hinzu: „Dies ist ein Ort, den viele zum Skifahren besuchen, und leider passieren hier jedes Jahr Unfälle. Aber es hinterlässt sicherlich einen besonders tiefen Eindruck, wenn Einheimische aus Hemsedal von einem so schweren Unfall betroffen sind und dabei ums Leben kommen.“