Das Programm Colombia Más Competitiva, finanziert von der schweizerischen Kooperation, hat den Tourismus in verschiedenen nationalen Destinationen belebt, indem es Unternehmen gestärkt und Besuche gesteigert hat. Regionen wie Quindío, La Guajira, Huila und Magdalena zeichnen sich durch ihre einzigartigen Attraktionen und Fortschritte in der Nachhaltigkeit aus. Bis 2025 wird für den Sektor ein signifikantes Wachstum erwartet.
Das Programm Colombia Más Competitiva, umgesetzt von Swisscontact und finanziert durch die Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Schweizer Botschaft in Kolumbien, zielt darauf ab, den nachhaltigen Tourismus im ganzen Land zu verbessern. Der World Travel & Tourism Council prognostiziert ein Wachstum des Tourismus-BIP um 5,3 Prozent in den nächsten neun Jahren. Diese Initiative hat die Bemühungen der öffentlichen Hand, des Privatsektors und lokaler Gemeinschaften koordiniert, um Erlebnisse zu entwickeln, die Arbeitsplätze schaffen und das kulturelle sowie natürliche Erbe schützen.
Quindío ist für seine Kordillerenlandschaften bekannt und als Teil der Kaffeekulturlandschaft, eines UNESCO-Weltkulturerbes, das Aktivitäten wie ländliche Erlebnisse, Vogelbeobachtung, Gastronomie und Trekking bietet. La Guajira hebt ihr ancestrales Erbe, ihre ethnische Vielfalt und einzigartige Meeres- und Wüstenlandschaften hervor, wobei 55 Prozent der Teilnehmer der zweiten Phase Frauen sind. Im Huila verzeichnete die archäologische Stätte San Agustín, eine der bedeutendsten Lateinamerikas, einen Anstieg der internationalen Touristen um 136 Prozent bei durchschnittlich 1,7 Millionen Pesos Ausgaben pro Besucher.
Magdalena, ein Zentrum von Kultur, Natur und magischem Realismus, erlebte einen Anstieg der Tourismusausgaben um 169 Prozent und unterstützte 83 Unternehmen bei der Digitalisierung und Entwicklung neuer Produkte. Die Unternehmenseinnahmen wuchsen um 61,49 Prozent, die Einnahmen aus Tourismusdienstleistungen um fast 50 Prozent. Der Schweizer Botschafter Eric Mayoraz sagte: „Der kolumbianische Tourismus betritt eine neue Phase: nachhaltiger, wettbewerbsfähiger und eng mit seinen Territorien verbunden.“
Das Ministerium für Handel, Industrie und Tourismus erwartet bis Ende 2025 21,7 Millionen Reisende, was nach der Pandemiezeit Erleichterung bringt. Mayoraz ergänzte: „Heute zieht Kolumbien nicht nur mehr Reisende an: Es schafft wertvolle Erlebnisse, die Jobs generieren, Frauenunternehmerinnen stärken und aktiv zum Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes des Landes beitragen.“