Tom Misch hat mit 'Full Circle' sein erstes Soloalbum seit acht Jahren veröffentlicht, nachdem er eine Pause eingelegt hatte, um sich von einem Burnout zu erholen. Der Singer-Songwriter sprach mit dem NME über seinen Rückzug aus der Musikindustrie im Jahr 2022, seine Arbeit in alltäglichen Jobs und die Wiederentdeckung seiner Leidenschaft für Musik. Er wird am 1. und 2. April zwei Konzerte im Londoner KOKO geben.
Tom Misch wurde Mitte der 2010er Jahre mit seiner Mischung aus Jazz, Electronica und Hip-Hop bekannt, die er zunächst auf SoundCloud und YouTube teilte. Er arbeitete in der südlondoner Szene mit Loyle Carner zusammen und veröffentlichte 2018 sein Debütalbum 'Geography', gefolgt von dem Kollaborationsalbum 'What Kinda Music' mit Yussef Dayes im Jahr 2020. Beide Alben erreichten die Top 10 der britischen Charts und steigerten sein Profil inmitten wachsender Tourneeanforderungen. Im Jahr 2022, kurz vor einer Australien-Tournee, entschied sich Misch für eine Pause und erklärte gegenüber dem NME: „Ich musste Abstand gewinnen und den Druck herausnehmen.“ Er zog sich aus der Intensität des Musikgeschäfts zurück, veröffentlichte 2023 lediglich 'Happy Music' unter dem Namen Supershy und arbeitete als Barista und Gärtner, um eine neue Perspektive zu gewinnen. Ein Titel von 'Full Circle', der am 27. März erschien, fängt seinen Tiefpunkt ein. In 'Echo From The Flames' singt er: „Ich brenne aus, mit dem Gesicht in der Asche – ich strecke mich nach oben, niemand ist da, um mich aufzufangen.“ Misch beschrieb, wie er sich in das Haus seiner Eltern zurückzog, sich wie ein „Gemüse“ fühlte und Trost am Kamin fand. Um sein Selbstvertrauen auf der Bühne wieder aufzubauen, spielte er bei Open-Mic-Abenden mit Joel Culpepper und kleinen Konzerten in Brighton und Kingston, bei denen wenig Druck herrschte. Jetzt kehrt er selektiv zurück und tritt im KOKO mit einer kompletten Band und Gästen auf. „Wenn ich es nicht genieße, dann hat es keinen Sinn“, sagte er und betonte, dass ihm Ruhe wichtiger sei als unaufhörlicher Erfolg. Misch riet anderen, die mit Burnout zu kämpfen haben: „Nimm dir Zeit, auf dich selbst zu hören... Du wirst deine beste Kunst erschaffen, wenn du gesund bist.“