Toni Nadal, der Onkel und langjährige Trainer von Rafael Nadal, hat Spekulationen zurückgewiesen, dass der zurückgetretene Tennisstar eine Vollzeit-Trainerkarriere anstreben werde. In einem Interview während der Barcelona Open nannte Toni Rafas familiäre Verpflichtungen und andere Prioritäten als Gründe, die dagegen sprächen. Zudem bestätigte er, dass seine eigene professionelle Trainerkarriere beendet ist.
Rafael Nadal sorgte kürzlich für Aufmerksamkeit, als er in seiner Akademie auf Mallorca zusammen mit deren Trainer Francisco Roig beim Training von Iga Swiatek beobachtet wurde. Swiatek hatte Nadal um Rat gebeten, woraufhin dieser Roig empfahl und selbst einige Tipps gab. Toni Nadal stellte jedoch gegenüber Mundo Deportivo klar, dass dies nicht den Beginn einer Trainertätigkeit für seinen Neffen bedeute. 'Nein, denn sein Leben ist auf andere Dinge ausgerichtet', sagte Toni. 'Ein Trainer muss sich zu 100 Prozent engagieren. Mit all den Reisen, die das mit sich bringt.' Er betonte Rafas Verantwortung, unter anderem für Familie und Kinder, nach mehr als 20 Jahren auf der Tour. Toni Nadal, der Rafael zu 16 Grand-Slam-Titeln führte, erklärte die Interaktion mit Swiatek als ein begrenztes Engagement. 'Als jemand, der so lange im Tennis involviert ist, bringt er sich gerne ein, auch wenn nur minimal', bemerkte er. Eine Vollzeit-Trainertätigkeit mit ihren Anforderungen passe nicht zu Rafas aktuellem Leben, das sich auf Familie, Geschäftliches und die Rafa Nadal Academy konzentriere. Toni äußerte sich auch zu seiner eigenen Karriere und erklärte, sie sei beendet. Seit der Trennung von Felix Auger-Aliassime im Jahr 2024 hält er Motivationsvorträge für Unternehmen. Ein Angebot von Alexander Zverev in diesem Sommer lehnte er ab, da er sich nicht mehr voll verpflichten könne. 'Ja. Ich sehe mich das nicht mehr tun', sagte Toni. 'Die Zeiten haben sich geändert. Wenn überhaupt, könnte ich mich als Berater sehen.'