Tottenham Hotspur hat sich nach nur 44 Tagen und einem Punkt aus fünf Premier-League-Spielen im gegenseitigen Einvernehmen von Interimstrainer Igor Tudor getrennt. Der Verein steht sieben Spieltage vor Saisonende nur einen Punkt vor der Abstiegszone. Tudor geht nach einer 0:3-Niederlage gegen Nottingham Forest und inmitten eines persönlichen Trauerfalls.
Tottenham Hotspur gab am Sonntag bekannt, dass Igor Tudor sein Amt als Interimstrainer niedergelegt hat, ebenso wie Torwarttrainer Tomislav Rogic und Fitnesstrainer Riccardo Ragnacci. Tudor, der am 14. Februar die Nachfolge von Thomas Frank angetreten hatte, war 44 Tage im Amt und holte in der Premier League lediglich ein 1:1-Unentschieden bei Liverpool, während er vier Niederlagen hinnehmen musste, darunter ein 0:3 im Heimspiel gegen Nottingham Forest am 22. März. Der Kroate wurde unmittelbar nach dieser Niederlage über den Tod seines Vaters Mario informiert und besuchte am Mittwoch die Beerdigung in Kroatien. Die Vereinsführung sprach Tudor und seiner Familie in dieser schwierigen Zeit ihre Unterstützung aus und dankte ihm für seinen Einsatz. Die Spurs stehen nun vor einem kritischen Abstiegskampf und drohen erstmals seit 1977 abzusteigen. Sie liegen sieben Spiele vor Schluss nur einen Punkt vor dem drittplatzierten West Ham und treten am 12. April auswärts bei Sunderland an. In diesem Kalenderjahr konnte die Mannschaft noch kein Premier-League-Spiel gewinnen. Berichten zufolge zieht Tottenham Kandidaten wie Sean Dyche als Favoriten, Roberto De Zerbi – der möglicherweise erst nach der Saison kommen könnte – und Adi Hütter in Betracht. Auch Vereinslegenden wie Glenn Hoddle, Harry Redknapp und Robbie Keane wurden intern diskutiert. Es wird erwartet, dass der ehemalige Chelsea-Assistent Bruno Saltor während der Länderspielpause das Training leitet, bis ein neuer Trainer ernannt wird.