Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve nominiert, was zu Rückgängen an der Wall Street und einer Schwächung des mexikanischen Pesos am 30. Januar 2026 führte. Investoren reagierten vorsichtig auf Warshs Profil, das als Inflationsfalke gilt. Trotz täglicher Verluste verzeichneten die Märkte monatliche Gewinne.
Am 30. Januar 2026 kündigte Präsident Donald Trump die Nominierung des 55-jährigen Kevin Warsh an, eines ehemaligen Fed-Gouvernors von 2006 bis 2011, um Jerome Powell im Mai abzulösen. Trump lobte Warsh in seinem Netzwerk Truth Social: „Ich kenne Kevin schon lange und habe keinen Zweifel, dass er als einer der GROSSARTIGSTEN Fed-Vorsitzenden in die Geschichte eingeht.“ Warsh, der Trump bei Wirtschaftspolitik beraten hat und kürzlich niedrigere Zinsen befürwortet, gilt als pragmatisch, aber historisch als Falke bei Inflation. Die Finanzmärkte reagierten volatil. An der Wall Street fiel der Nasdaq um 0,94 % auf 23.461,82 Punkte, der S&P 500 um 0,43 % auf 6.939,03 und der Dow Jones um 0,37 % auf 48.892,47 Einheiten, laut Schlussberichten. Für Januar gewann der Dow jedoch 1 %, der S&P 500 1 % und der Nasdaq 0,97 %. Krishna Guha von Evercore kommentierte: „Warshs Wahl sollte den Dollar stabilisieren, eliminiert aber nicht das asymmetrische Risiko einer tiefen und anhaltenden Schwäche der US-Währung. Wir sehen Warsh als pragmatisch, als ideologischen Falken.“ In Mexiko war der Einfluss an der Börse Mexiko (BMV) spürbar. Der IPC-Index sank um 2,72 % auf 67.598,95 Punkte, sein stärkster Rückgang seit Jahresbeginn, während der FTSE-BIVA um 2,80 % auf 1.340,71 fiel. Trotz des negativen Tages akkumulierte der IPC einen Monatsgewinn von 5,12 %, über dem Allzeithoch von 69.959,73 am 28. Januar. Gabriela Siller von Banco Base bemerkte: „In Mexiko schloss der IPC der BMV den Monat mit einem Gewinn von 5,12 % ab, siegreich in fünf der letzten sechs Monate.“ Herausragende Performer waren Orbia Advance (+18,65 %) und Banorte (+18,35 %). Der mexikanische Peso verlor 1,08 %, schloss bei 17,42 Einheiten pro Dollar nach 17,23 am Vortag, getrieben durch die Stärkung des Dollarindex (DXY) mit dem größten Zuwachs seit Juli 2025. Janneth Quiroz von Monex sagte: „Der Wechselkurs zeigt nach der Ankündigung des neuen Fed-Chefs einen Aufwärtstrend.“ Dennoch wertete sich der Peso im Januar um 3,26 % oder 59 Centavos auf. Experten wie Stephen Brown von Capital Economics sehen die Nominierung als „relativ sichere Wahl“, warnen aber vor Risiken für Langfristanleihenrenditen. Gold fiel stark, während WTI-Öl um 0,29 % auf 65,59 Dollar pro Barrel stieg.