In Wiesbaden und Vilseck fürchten Vermieter und Bürgermeister die Folgen eines möglichen Abzugs von 37.000 US-Soldaten aus Deutschland. Die Ankündigungen von Präsident Trump haben bereits zu Leerständen und wirtschaftlichen Sorgen geführt.
Birgit Bug aus Wiesbaden vermietet seit Jahren Wohnungen an US-Soldaten. Ihre letzten Mieter zogen im Oktober aus, und die Wohnung steht seit fünf Monaten leer.
In Vilseck mit 6.500 Einwohnern sind etwa 5.000 US-Soldaten stationiert. Bürgermeister Thorsten Grädler schätzt den jährlichen wirtschaftlichen Beitrag auf 650 bis 700 Millionen Euro und warnt vor einem dramatischen Schlag für die Region.
Eine Studie des ZEW und der Universität Köln zeigt, dass auf je zwei abgezogene Soldaten ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz entfällt. Frühere Abzüge in den 1990er Jahren führten zu einem Rückgang der Gemeindeeinnahmen um neun Prozent.
In Wiesbaden sehen einige den Abzug als Chance und haben bereits Pläne für die Nutzung freiwerdender Flächen.