Reservistenverband kritisiert langsame Aufnahme neuer Soldaten

Der Präsident des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, hat die Bundeswehr für zu langsame Prozesse bei der Aufnahme neuer Reservistinnen und Reservisten kritisiert. Er forderte ein dreimal größeres Wachstumsziel für die Reserve. Das Verteidigungsministerium plant derweil eine neue Reserve-Strategie für April.

Patrick Sensburg, Präsident des Reservistenverbandes, beklagte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) Mängel in der Betreuung von Reservistinnen und Reservisten. „Wir haben viele Interessenten, aber sie kommen nicht ins System, weil die Prozesse zu langsam sind“, sagte er. Als Beispiele nannte er träge Sicherheitsüberprüfungen, fehlende Erfassung und Betreuung sowie kurzfristig abgesagte Übungen.

Sensburg hielt das im neuen Wehrdienst-Gesetz vorgesehene Ziel von 200.000 Reservisten für zu niedrig. „Um durchhaltefähig zu werden, muss die Reserve dreimal größer sein als die reguläre Truppe“, erklärte er. Das entspräche 800.000 bis 900.000 Soldatinnen und Soldaten. Laut Bericht des Wehrbeauftragten Henning Otte (CDU) waren derzeit rund 60.000 Reservisten fest eingeplant.

Das Anfang Januar in Kraft getretene Wehrdienst-Gesetz sieht ein Wachstum der regulären Truppe bis 2035 von 184.000 auf 260.000 vor, parallel dazu die Reserve auf 200.000. Freiwillige Wehrdienstleistende werden nach sechs Monaten automatisch der Reserve zugeordnet, sofern sie keine Zeit- oder Berufssoldaten werden.

Das Verteidigungsministerium kündigte eine „Strategie der Reserve“ an, die noch im April vorliegen soll. Eine Sprecherin erklärte dem RND, das Dokument sei in der finalen Phase. Nach Billigung durch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Unterrichtung des Parlaments werde die Öffentlichkeit informiert. Pistorius hatte Ende Februar ein Reservestärkungsgesetz für den Sommer angekündigt.

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