Bürokratie und geschützte Arten wie Frösche verzögern den Bau neuer Regimenter der schwedischen Streitkräfte in Falun, was bis zu 15 Jahre in Anspruch nehmen könnte. Das Bergslagens artilleriregemente in Kristinehamn ist trotz ähnlicher Probleme schneller vorangekommen. Regimentskommandeure äußern ihren Frust über die langwierigen Bearbeitungszeiten.
Der Bau des Dalregementet (I 13) in Falun wurde 2020 beschlossen, doch der Wald auf dem Gelände ist nach fast sechs Jahren noch immer unberührt. Die detaillierte Planung der Gemeinde hat gerade erst begonnen und wird voraussichtlich zwei Jahre in Anspruch nehmen; laut dem Jahresbericht der Streitkräfte ist ein Einzug nicht vor 2035 oder später zu erwarten. Regimentschef Ronny Modigs sagt: „Man kann es nicht verstehen.“ Im Gebiet Myran wurden mehrere hundert geschützte Arten gefunden, darunter der Moorfrosch und 31 weitere geschützte Tierarten, was umfangreiche Untersuchungen wie hydrologische Studien und Artenschutzanalysen erforderlich macht.
Modigs beschreibt den Betrieb als fragmentiert, wobei das Personal auf drei Standorte verteilt ist und die Wehrpflichtigen zwischen den Standorten pendeln. „Wir verlegen die Gleise, während wir gleichzeitig darauf fahren. 40 Prozent unserer Arbeit fließt in die Lösung solcher organisatorischen Probleme“, sagt er. Die Streitkräfte benötigen bis 2030 jährlich 250 neue Soldaten aus Falun, doch das Fehlen fester Einrichtungen zehrt an den Kräften.
Im Gegensatz dazu hat das Bergslagens artilleriregemente (A 9) in Kristinehamn die Bürokratie schneller bewältigt. Der detaillierte Plan ist abgeschlossen, ein Einzug wird für 2030 erwartet, obwohl es auch dort Hürden wie eine sechs- bis achtwöchige Wartezeit für das Fällen von Bäumen gab. Regimentschef Lars O Jonsson sagt: „Ich glaube nicht, dass dasselbe heute noch einmal passieren würde.“
Ronny Modigs kritisiert die Gesetzgebung: „Es ist ein Versagen, 2020 einen Beschluss zu fassen und zu glauben, es sei akzeptabel, erst 2035 fertig zu sein.“ Der Planungsleiter der Gemeinde Falun, Michael Ahnfeldt, fordert Ausnahmeregelungen in Gesetzen für Verteidigungsbauten. Derzeit werden vier neue Regimenter gleichzeitig in Falun, Östersund, Sollefteå und Kristinehamn errichtet.