Der Oberste Wahlgerichtshof (TSE) hat am Montag eine Atlas/Bloomberg-Umfrage ausgesetzt, die Flávio Bolsonaro in einer möglichen Stichwahl sechs Prozentpunkte hinter Lula sah. Das Urteil folgt auf einen Antrag, den der Senator am 19. Mai gestellt hatte.
Die am 19. Mai veröffentlichte Umfrage befragte zwischen dem 13. und 18. Mai 5.032 Personen unter Anwendung der Atlas RDR-Methode. Die Audioaufnahme, die Flávio Bolsonaro und den ehemaligen Bankier Daniel Vorcaro betrifft, wurde erst am Ende des 48 Fragen umfassenden Fragebogens präsentiert. Führende Vertreter der PT bezeichneten die Aussetzung als Zensur. Der Abgeordnete Pedro Uczai erklärte, Flávio Bolsonaro stehe nach dem „Dark Horse“-Fall unter Druck und attackiere nun den Überbringer der Nachricht. Lindbergh Farias sagte, der Senator habe sich mit der Beantragung der Maßnahme ins eigene Knie geschossen. Flávio Bolsonaro teilte die Nachricht in den sozialen Medien mit dem Text „TSE setzt Umfrage aus, die Antworten gegen Flávio Bolsonaro provozierte“, gab jedoch keine offizielle Stellungnahme ab. Die PL verhielt sich in dieser Angelegenheit diskret. Der PSD-Vorpräsidentschaftskandidat Ronaldo Caiado erklärte, Flávio müsse den Wählern seine Verbindung zu Daniel Vorcaro erklären. Caiado fügte hinzu, dass jeder Kandidat während des Wahlkampfs für Vorfälle Rechenschaft ablegen müsse.