Das Oberste Wahlgericht (TSE) hat am Dienstag die Prüfung der Entscheidung verschoben, die die Veröffentlichung einer AtlasIntel-Umfrage zu den Wahlabsichten für Senator Flávio Bolsonaro ausgesetzt hatte. Nach der Stimmabgabe des Vorsitzenden Kassio Nunes Marques beantragte Ministerin Estela Aranha mehr Zeit zur Prüfung des Falles.
Das TSE vertagte die Analyse der vorläufigen Entscheidung von Kassio Nunes Marques, die AtlasIntel die Veröffentlichung der Umfrage untersagt hatte. Die am 19. Mai veröffentlichte Umfrage zeigte einen Rückgang der Wahlabsichten für Flávio Bolsonaro von 47,8 % auf 41,8 %.Die Umfrage befragte zwischen dem 13. und 18. Mai 5.032 Personen. Kassio erklärte, dass der Fragebogen am Ende ein Audio von Flávio mit dem Bankier Daniel Vorcaro enthielt, das die Antworten zu Image und Wahlabsicht beeinflussen könnte.Die Anwältin der PL, Maria Claudia Bucchianeri, argumentierte, dass der Fragebogen ein „tödliches Problem“ aufweise, da die Fragen so strukturiert seien, dass sie die Wahrnehmung des Vorkandidaten beeinflussen würden. AtlasIntel verteidigte die wissenschaftliche Strenge der Methode und erklärte, das Audio sei erst nach den Fragen zur Wahlabsicht präsentiert worden.Kassio ordnete an, dass das Institut innerhalb von zwei Tagen technische Unterlagen einreichen müsse, und forderte eine Stellungnahme der Wahlstaatsanwaltschaft innerhalb eines Tages. Bis zu einer neuen Beratung bleibt die Veröffentlichung ausgesetzt.