Nach seiner Wahl im vergangenen Monat trat Minister Kassio Nunes Marques am Dienstag, dem 12. Mai, in einer Zeremonie in Brasília sein Amt als Präsident des Obersten Wahlgerichts (TSE) an. André Mendonça übernahm das Amt des Vizepräsidenten des Gerichts. Die neue Führung wird die Parlamentswahlen 2026 beaufsichtigen.
Kassio Nunes Marques, der vom ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro an den Obersten Bundesgerichtshof berufen wurde, folgte auf Cármen Lúcia als Präsident des TSE. In seiner Antrittsrede äußerte er Bedenken hinsichtlich des Einsatzes künstlicher Intelligenz bei Wahlauseinandersetzungen und verteidigte die Meinungsfreiheit.
„Nachdem wir politischen Parteien, der Zivilgesellschaft und den Technologieunternehmen selbst aktiv zugehört haben, haben wir Mechanismen geschaffen, die dem brasilianischen Wahlgericht alle Instrumente an die Hand geben, um die freie Ausübung der Staatsbürgerschaft zu gewährleisten“, sagte Marques. Er fügte hinzu, dass „die Zukunft unserer Demokratie nicht von Maschinen bestimmt wird, sondern von den Millionen von Brasilianern, die ihre Botschaft der Hoffnung an den Wahlurnen abgeben“.
Der Zeremonie wohnten Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, Senator Flávio Bolsonaro und weitere Autoritäten bei, darunter die Gouverneurin des Bundesdistrikts Celina Leão und die ehemalige First Lady Michelle Bolsonaro. Die Veranstaltung fand im Plenum des TSE in Brasília statt und versammelte etwa 1.500 Gäste.