Ubisoft bestätigt: KI-generierte Kunst in Anno 117 war ein Platzhalter

Ubisoft hat bestätigt, dass ein Stück KI-generierte Kunst in seinem kürzlich veröffentlichten Stadtbauspiel Anno 117: Pax Romana erschienen ist, beharrt jedoch darauf, dass es sich um einen unbeabsichtigten Platzhalter handelte. Das Unternehmen plant, es durch menschlich erstellte Kunst in dem bevorstehenden Patch 1.3 zu ersetzen. Spieler haben die Anomalie auf einem Ladebildschirm entdeckt, was Diskussionen über den Einsatz von KI in der Spieleentwicklung auslöste.

Überblick über den Vorfall

Anno 117: Pax Romana, der neueste Eintrag in Ubisofts historischer Stadtbau-Serie, wurde mit einem KI-generierten Bild auf einem seiner Ladebildschirme gestartet. Reddit-Nutzer haben das Kunstwerk schnell anhand von Merkmalen wie deformierten Körperteilen identifiziert, die im Kontrast zum gelobten visuellen Stil des Spiels aus Vorgängern wie Anno 1800 stehen. Die Entdeckung hat Bedenken bei Fans geweckt, die handgefertigte Assets in der Franchise schätzen.

Reaktion von Ubisoft

In einer Stellungnahme an Kotaku erklärte Ubisoft: „Dieses Bild war ein Platzhalter-Asset, das versehentlich durch unseren Überprüfungsprozess geschlüpft ist.“ Der Publisher betonte, dass das endgültige Ersatzbild über Patch 1.3 kommen werde, um sicherzustellen, dass alle spielerrelevanten Elemente mit der kreativen Vision des Teams übereinstimmen.

Ubisoft hob auch seine Entwicklungspraktiken hervor: „Mit Anno 117: Pax Romana als unserem ambitioniertesten Anno bisher haben wir das größte Künstlerteam in der Geschichte der Franchise zusammengestellt und um dem einzigartigen Umfang des Projekts gerecht zu werden, nutzen sie KI-Tools für Iterationen, Prototyping und Erkundung. Jedes Element, das Spieler im finalen Spiel erleben werden, spiegelt das Handwerk, die Kunstfertigkeit und die kreative Vision des Teams wider.“

Die Steam-Seite des Spiels enthält eine obligatorische KI-Offenlegung, die feststellt, dass „KI-Tools verwendet wurden, um bei der Erstellung einiger In-Game-Assets zu helfen“, aber betont, dass das Endprodukt menschliche Kreativität verkörpert.

Breiterer Kontext

Der Vorfall unterstreicht die wachsenden Debatten über generative KI im Gaming. Die Richtlinien von Valve aus dem Jahr 2023 verlangen von Entwicklern, die Nutzung von KI auf Steam offenzulegen, was informierte Entscheidungen der Spieler ermöglicht. Während KI die Effizienz steigert, argumentieren Kritiker, dass sie das originale Kunsthandwerk untergräbt, insbesondere in visuell getriebenen Titeln wie Anno 117.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen