Der Generalstabschef der britischen Armee, General Sir Roland Walker, hat bei seinem Besuch in Kenia den kenianischen Verteidigungskräften (KDF) eine Vertiefung der gemeinsamen Ausbildung, der Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung und der Führungsentwicklung zugesagt.
General Sir Roland Walker, Generalstabschef des Vereinigten Königreichs, besuchte Kenia am 17. März 2026 im Rahmen einer Informationsreise, die der Vertiefung der Verteidigungszusammenarbeit zwischen Kenia und dem Vereinigten Königreich diente. Er traf sich mit dem Chef der Verteidigungsstreitkräfte, General Charles Kahariri, im Hauptquartier für Verteidigung in Nairobi, wo sie die langjährige militärische Partnerschaft besprachen und Möglichkeiten zur Verbesserung der gemeinsamen Ausbildung, des Kapazitätsaufbaus und der operativen Zusammenarbeit bei regionalen und globalen Sicherheitsherausforderungen diskutierten. Walker unterhielt sich auch mit dem Befehlshaber der kenianischen Armee, Generalleutnant David Ketter, über die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften. Die Delegation besuchte den kenianischen Marinestützpunkt Manda Bay in Lamu County und wurde über die Terrorismusbekämpfung in der Region Boni Forest und die Bemühungen zur Sicherung der kenianischen Küste informiert. Der Besuch findet vor dem Hintergrund öffentlicher Fragen über die ausländische Militärpräsenz im Land statt, zu der auch mehr als 800 französische Soldaten gehören, die am 13. März im Hafen von Mombasa anlegten, um mit der kenianischen Marine eine fünfmonatige Ausbildung zu absolvieren, die sich auf maritime Operationen, Koordination auf See und moderne Marinetaktiken konzentriert. Bedenken gibt es auch hinsichtlich der British Army Training Unit Kenya (BATUK), die ihre Dienste einschränkt, was zum Verlust von Arbeitsplätzen vor Ort führen würde, da sich die beiden Länder auf eine umfassende Überprüfung des Abkommens über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich im Jahr 2026 vorbereiten. Britischen Berichten zufolge ist geplant, BATUK bis 2026 als wichtigen Standort für die Erprobung von Systemen ohne Besatzung beizubehalten, gleichzeitig aber auf weniger, aber größere Übungen auf Brigadeebene statt auf häufige Einsätze in einzelnen Gefechtsverbänden umzustellen. Mehr als 10.000 Angehörige der britischen Armee werden jährlich in Kenia ausgebildet, und das Vereinigte Königreich bildet in beiden Ländern jährlich mehr als 1.000 Angehörige der kenianischen Streitkräfte aus, wobei der Schwerpunkt auf Terrorismusbekämpfung und Friedenssicherung liegt.