Die Fortsetzung des Hit-Musicals Wicked, betitelt Wicked: For Good, wurde bei den Oscar-Nominierungen 2026 vollständig ignoriert, obwohl der Originalfilm im Vorjahr 10 Nominierungen erhielt. Im Gegensatz dazu stellte Sinners mit den meisten Oscar-Nominierungen aller Zeiten einen neuen Rekord auf. Die Bekanntgabe unterstreicht die sich wandelnden Wählerpräferenzen für Sequels und Musicals.
Die Oscar-Nominierungen 2026, die am 22. Januar 2026 bekannt gegeben wurden, markierten eine überraschende Wendung für die Wicked-Franchise. Während der erste Film, Wicked, 2025 zehn Nominierungen erhielt, darunter für den besten Film, bekam die Fortsetzung Wicked: For Good keine. Stars Cynthia Erivo und Ariana Grande sowie die technischen Mitwirkenden des Films wurden in allen Kategorien übersehen. Variety nannte sechs Gründe für das Schnäppchen. Erstens ist der zweite Akt des Originalmaterials dunkler und ausführlicher als der erste, der unvergessliche Lieder wie „Defying Gravity“ bot. Die Original-Broadway-Produktion verlor sogar den Tony für das beste Musical teilweise wegen ihres Finales. Zweitens fielen die Kritiken gemischt aus; Wicked: For Good hat 66 % Frische auf Rotten Tomatoes, gegenüber 88 % beim Original, wobei The New Yorker es „Very, Very Bad“ nannte. Drittens siegen Sequels selten bei den Oscars. Zwar gewannen Folgen wie The Godfather Part II und The Lord of the Rings: The Return of the King den besten Film, doch viele andere wie Black Panther: Wakanda Forever wurden trotz des Erfolgs ihrer Vorgänger ignoriert. Viertens sank die Einspielergebnis; Wicked: For Good brachte weltweit 523 Millionen Dollar ein im Vergleich zu den Rekord-758 Millionen Dollar von Wicked für eine Broadway-Adaption. Fünftens kamen die neuen Originalsongs – Erivos „No Place Like Home“ und Grandes „The Girl in the Bubble“ – nicht so an wie die Broadway-Klassiker. Schließlich war die Promo-Kampagne gedämpft; anders als die aufwendigen Aktionen des ersten Films inklusive Olympiateilnahmen wurden die Stars separat beworben, und Erivo verpasste Events wegen Theatervorbereitungen. Sinners brach derweil Rekorde, indem es mehr Nominierungen als All About Eve oder La La Land erhielt, wobei Regisseur Ryan Coogler erste Nominierungen für Regie und Drehbuch bekam.