Eine Frau in den 50ern wurde in einer Villa in Boden am Weihnachtstag ermordet, wobei zwei Personen verletzt wurden. Der mutmaßliche Täter, ein Mann in den 20ern, wurde von der Polizei vor Ort erschossen. Das Opfer arbeitete für die schwedischen Streitkräfte, und die lokale Gemeinde trauert um das tragische Ereignis in dem ansonsten ruhigen Wohngebiet.
Am Weihnachtstag kurz vor Mittag wurden die Polizeikräfte zu einer Villa im Stadtteil Sanden in Boden alarmiert, nachdem ein Übergriff vermutet wurde. Dort wurde eine Frau in den 50ern tot aufgefunden, erschlagen mit einem stumpfen Gegenstand. Zwei weitere Personen wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht, wo ihr Zustand von der Polizei als stabil beschrieben wird.
Der mutmaßliche Täter, ein Mann in den 20ern, der der Polizei bereits bekannt war, griff die Beamten bei ihrer Ankunft an und wurde mit Warnschüssen getötet. Laut Kriminalinspektor P-O Andersson der Luleå-Polizei gibt es keine bekannte Verbindung zwischen Täter und Opfern, und das Motiv ist unklar. „Wir setzen ein Puzzle zusammen, um zu verstehen, was passiert ist“, sagt Andersson. Eine der Verletzten wurde befragt und hat eine klare Schilderung der Ereignisse gegeben.
Die Frau war als zivile Angestellte mit administrativen Aufgaben beim Norrbotten-Regiment I 19 innerhalb der schwedischen Streitkräfte tätig. Ihre Kollegen trauern tief um sie. „Völlig entsetzlich. Ich war schockiert und tief betrübt, als ich hörte, was passiert ist“, sagt Anna Källström, Kommunikationschefin des Regiments. Die Streitkräfte haben Krisenunterstützung aktiviert, werden am 27. Dezember Flags auf Halbmast setzen und planen nach den Dreikönigstagen eine Gedenkveranstaltung.
Die lokale Gemeinde im ruhigen Villenviertel, Heimat von Rentnern und jungen Familien, ist schockiert. Der Nachbar Ove Enberg, 69, der die Frau über zehn Jahre kannte, beschreibt sie als positiv und freundlich. „Sie war eine wunderbare Frau. So positiv, fleißig und angenehm“, sagt er. Die Schwedische Kirche und die Gemeinde Boden bieten Krisenhilfe an, und die Polizei sucht nach Hinweisen von Zeugen.
Der Vorfall wird als Mord und versuchter Mord untersucht, während der Polizeischuss separat geprüft wird.