Blizzard hat Hearthsteel vorgestellt, eine neue Premiumwährung zum Kauf von Wohnungsgegenständen in World of Warcraft, die im Dezember starten soll. Während die meisten Gegenstände weiterhin im Spiel verdienbar bleiben, hat die Ergänzung erhebliche Kritik von Spielern wegen Mikrotransaktionen ausgelöst. Die Ankündigung hebt eine Veränderung in der Monetarisierungsstrategie des Spiels hervor.
Ankündigungsdetails
Blizzard enthüllte die Hearthsteel-Währung in einem Blogbeitrag am Freitagabend, vor der Ankunft des Wohnsystem im Dezember. Die Währung ermöglicht es Spielern, ausgewählte Gegenstände und Möbel für ihre In-Game-Heime mit echtem Geld zu kaufen. Der Blog betont jedoch, dass "die VAST Mehrheit der Wohnungsgegenstände (und wird weiterhin) im Spiel verdienbar ist."
Dieses Modell spiegelt das bestehende Mount-System wider, bei dem eine begrenzte Auswahl zum Kauf verfügbar ist, aber die Mehrheit durch Gameplay erworben werden muss. Rassen- und klassen-spezifische Wohnoptionen, wie untote-thematische Gebäude für untote Charaktere, sind nicht mit Hearthsteel kaufbar.
Spieler-Kritik
Die Ankündigung zog schnell Kritik aus der World-of-Warcraft-Community nach sich. Zum Zeitpunkt des Berichts hatte der offizielle Blogbeitrag über 500 Kommentare gesammelt, während der Forumsthread über 2.500 überschritt. Spieler äußerten Frustration über die Einführung von Mikrotransaktionen in eine lang erwartete Funktion.
Der Forennutzer Uddermassage kommentierte: "Absolut nicht. Ihr müsst zurück ans Zeichenbrett. Dieser Mikrotransaktions-Quatsch kann ins Wasser springen." Ein weiterer Nutzer, Rambush, fügte hinzu: "Ich kann nicht glauben, dass jemand das ernsthaft geschrieben und gedacht hat: 'Ja, das ist vernünftig, die werden das akzeptieren!'"
Dies markiert die erste dedizierte Premiumwährung in World of Warcraft. Zuvor konnten Spieler Gold oder einzelne Gegenstände wie Mounts kaufen, aber separate Währungen waren auf In-Game-Optionen wie Trader's Tender für das Trading Post-System beschränkt.
Breiterer Kontext
Verdachtsmomente bezüglich der Motive von Blizzard sind aufgekommen, möglicherweise beeinflusst durch den berichteten Druck des Mutterkonzerns Microsoft auf eine 30-prozentige Gewinnmarge in seiner Spieleabteilung. World of Warcraft, getragen durch monatliche Abonnements, bleibt eine Schlüssel-Einnahmequelle.
Trotz der Kontroverse wird die Wohnfunktion seit Jahren entwickelt und verspricht innovative Elemente wie Nachbarschaften und soziale Interaktionen. Blizzard beschrieb sie als "eine Art soziologisches Experiment."
Der volle Einfluss wird mit dem Rollout im Dezember klar werden.